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Über uns – HINTER DEN SCHLAGZEILEN

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„Die erste Pflicht aller Journalisten müsste doch sein, nicht gegen irgendeinen Feind, sondern gegen den Krieg mobil zu machen!“,

Jenseits von Staat und Individuum.


Der Sozialstaat ist eine Versuchsanordnung
 zur Konditionierung ichbezogener Lebensweisen.
Wer Menschen unter seiner Kontrolle haben will,
 muß sie zu registrierbaren Individuen machen.
(alle planmäßigen Menschenvernichtungsprogramme
beginnen mit der Pflicht, sich registrieren
zu lassen: von den ersten römischen Kolonien bis
zum Dritten Reich)
Individualisierung ist Bedingung staatlicher Totalität.
 ULrich Beck
Wichtig festzuhalten ist, dass die vorneuzeitliche
Einheit von Einzelnen und Kollektiv quasi
nach beiden Seiten hin zerrissen wird: Die Entfremdung
der Einzelnen vom Kollektiv wird
durch ihre Individualisierung strukturell zementiert
 und über flächendeckende Isolierprogramme
vorangetrieben, die uns heute berufliche Fachidiotie,
 Individualverkehr, Single-Haushalte
und unantastbare Privat-Sphären als adäquadeste und
 effektivste Formen modernen Lebensstils
erscheinen und dabei Entfremdungsprozesse Schwindel
 erregende Höhen erreichen lassen
(wie wahrhaft revolutionär nimmt sich angesichts dieser
 Sachverhalte eine banale Bemerkung wie
jene bell hooks aus: Ich sehe es als Zeichen eines
Problems und einer Verwirrtheit wenn ich
beginne mich nach einer Privatsphäre zu sehnen oder mich
 verstecken will).
Gleichzeitig wird das Kollektiv als dynamische Einheit
 Einzelner zu einer starren, totalitären
Überwachungs- und Kontrollmaschine verkehrt.
Wir sehen vor welchem fatalen Irrtum wir uns hüten müssen:
 Die neuzeitliche Auflösung
der lebenspraktischen
Einheit von Einzelnen und Kollektiv hat mit Befreiung nichts
 zu tun, sondern mit
lebenspraktischer
Abspaltung und verwaltungstechnischer Zusammensetzung.
 Einzelne werden als Individuen
 lebenspraktisch
isoliert, dafür verwaltungstechnisch umso bedingungsloser
aneinander gekettet.
 Kollektive verlieren
jede lebenspraktische Relevanz, dafür werden sie zu
verwaltungstechnischen Ungeheuern.
Lebenszusammenhänge weichen Lebensverwaltungsmaschinerien.
Was dabei herauskommt,
 sind jene molekularen
Gruppen der Masse, die schwerfällig und träge, den
molekularen Gruppen der Meuten
 konträr gegenüberstehen
und jede gelebte Kolektivität vermissen lassen,
 sodass sich Raoul Vaneigem zu formulieren
genötigt sieht:
unsere einzige Gemeinschaft ist die Illusion,
zusammen zu sein.
Was an diesem Punkt klar geworden sein sollte, ist,
dass die Idee des modernen Staates
in unauflöslichem
Zusammenhang mit jener des Individuums steht.
Immer mehr Individuum bedeutet immer mehr Staat.
Die Freiheiten der staatlich-bourgeoisen Individuen
sind jene der bedauenrswerten
 Geschöpfe in
zooologischen Gärten, deren Freiheit darin besteht,
wählen zu dürfen, ob sie ihre
notorischen Runden
im Käfig links oder rechts herum drdehen wollen.

Man spricht von Individuum und Gesellschaft in der
gleichen Weise, in der man von
Pfeffer und Salz ...spricht.)
Der Staat bzw. die GesellschAFT verbürgen dem
Individuum seine abstrakten Rechte,
dafür hat das Individuum
dem Staat bzw. der Gesellschaft gegenüber seine
abstrakten Pflichten zu erfüllen.
Lebenspraktischer Zusammenhang besteht keiner.
Die individuelle Existenz und die kollektive Einheit
 sind separiert.

Am

Gabriel Kuhn

Jenseits von Staat und Individuum

Individualität und autonome Politik

ISBN: 978-3-89771-457-1
Ausstattung: br., 168 Seiten
Preis: 14.00 Euro

 

 

Daraus folgt, was folgen muss: der Verlust

individuellen Empfindens

kollektiver Verantwortlichkeit.

Verantwortlichkeit ist ein lebenspraktisches

Prinzip, das konkrete

soziale Zusammenhänge notwendig

begleitet, denn diese würden ohne Verantwortungsempfinden

der Einzelnen

 nicht bestehen können.

Das Prinzip des indivdiuellen Empfindens kollektiver

Verantwortlichkeit,

 ist tragende Säule

konkreter Kollektivität, wie sie in prämodernen Gruppen

gelebt wurde und mancherorts

 noch gelebt wird.

Gleichzeitig speist sich das Verantwortungsempfinden aus

dieser Kollektivität,

denn Empfindungen unterscheiden

sich von Geboten dadurch, dass sie erlebt und nicht

verordnet werden. Endet das,

 was uns Empfindungen erleben

lässt, enden die Empfindungen - endet also gelebte Kollektivität,

 dann endet auch

das Empfinden individueller

Verantwortlichkeit für das Kollektiv. Die Folge ist,

 dass zwischen den Einzelnen

und den kollektiven

Einheiten, die sich von Lebensgemeinschaften zu abstrakten

Entitäten gewandelt haben,

 nicht nur ein Bruch entsteht,

sondern ein Oppositionsverhältnis. Das Prinzip der Zusammengehörigkeit

 der kollektiv

vereinten Einzelnen

das weder einen allgemeinen Gesellschaftskörper auf der einen

(total-faschistoider Pol)

 noch irgendwelche individuellen Teile auf der anderen Seite

(isoliert-egoistischer) Pol) kennt, ist

verloren gegangen.


Zitate und Quellen sind aus dem Buch von Gabriel Kuhn -

Jenseits von Staat und Individuum


 

Was zunächst von zentraler Bedeutung scheint, ist,

sich den Individualisierungs- und Kontrollmechanismen des Staates

zu entziehen. Das heißt etwa, A.S.Neill zu folgen und staatliche

 Bildungseinrichtungen als das zu erkennen, was sie sind, nämlich

 Indoktrinierungsapparate, und nach Ausbildungswegen abseits dieser

 Institutionen zu suchen. Es heißt weiterhin, Kreavität, Orginalität

 und Mut zur kritischen Intervention in jeder Lebenslage zu fördern.

 Es heißt, sich nach Möglichkeit abstrakten nationalstaatlichen

 Pflichten wie dem Wehrdienst zu entziehen. Es heißt, Widerstands-

strategien zu entwickeln gegen überwachungsstaatliche Praktiken wie

Volkszählungen, Hausdurchsuchungen, Meldepflichten, Bürokratiedespotismen.

 Es heißt, in sozialen Konflikt- oder Problemfällen nicht sofort zu Polizei,

 Rechtsanwalt oder Behörde zu rennen, sondern Umgang mit solchen Situationen

abseits staatlicher Interventionen zu lernen. Gabriel Kuhn

 

 

Interviews zu einer Bewegung ohne Grenzen.

So wie der Anarchismus den Nationalstaat und seine Grenzen als Werkzeuge der Herrschaft ablehnt, so ist auch die anarchistische Bewegung eine weltweite und grenzenlose. "Von Jakarta bis Johannesburg – Anarchismus weltweit" ist eine Sammlung von Interviews, die mit AnarchistInnen aus sechs Kontinenten geführt wurden, um einen Einblick in die gegenwärtige anarchistische Bewegung zu bieten. Erörtert werden die Geschichten lokaler Bewegungen, die Aktivitäten in unterschiedlichen politischen Kontexten sowie die Hoffnungen, die sich an libertäre Ideen knüpfen.
"Obwohl sich die Herausgeber in erster Linie an Sympathisanten der anarchistischen Bewegung wenden, ist die Lektüre des Bandes auch für all jene bereichernd, die sich für die Situation und die Selbstbeschreibung der radikalen Linken in den jeweiligen Ländern sowie für die umkämpfte Konstruktion politischer Subjektivitäten interessieren."
Marius Hildebrand auf pw-portal.de

Die Beiträge präsentieren ein globales Netzwerk von AnarchistInnen, die auf der Basis gemeinsamer Ideale spezifische Schwerpunkte setzen, Taktiken entwickeln und Perspektiven formulieren, je nach historischen Voraussetzungen und realpolitischen Gegebenheiten. Das Buch fängt die Vielfalt und Vitalität ein, welche die anarchistische Bewegung seit jeher auszeichnen, und hofft damit, einen Beitrag zur Weiterentwicklung anarchistischer Theorie und Praxis leisten zu können.

"Ein gelungener Überblick."
grundrisse

Offenbar werden wir auch in Frankreich gelesen!

Hotlink zu einem
Interview mit Sebatian Kalicha von a-radio, Anarchistisches Radio auf Radio Orange in Wien vom 2. Jan. 2011

Vielfalt, Bewegung, Widerstand ist eine Sammlung von Texten zu zeitgenössischer anarchistischer Politik. Behandelt werden der sogenannte »Neue Anarchismus«, der »Postanarchismus«, die Taktiken des Schwarzen Blocks, anarcho-primitivistische Tendenzen, das CrimethInc.-Projekt, Internationalismus, sowie anarchistische Visionen and Zukunftsaussichten. Die Texte versuchen, einen undogmatischen Anarchismus zu formulieren, der sektiererischen Tendenzen entkommt, ohne Prinzipien radikaler herrschaftsfreier Politik aufs Spiel zu setzen.

Inhalt

Vorwort [PDF] | [Blog]

»Bakunin vs. Postanarchismus«

»Anarchismus, Postmoderne und Poststrukturalismus«

»›Neuer Anarchismus‹«

»Militanz und Schwarze Blöcke«

»Anarchismus in den Philippinen und transnationale Politik«

»Anarchie oder Akratie? Die Politik von Herrschaftsfreiheit. Ein Gespräch mit Claudia von Werlhof«

»Was sind ›Ex-ArbeiterInnen‹? Ein Gespräch mit dem CrimethInc.-Ex-Workers-Kollektiv«

»›Rewilding‹ or ›Regressing‹? Zum US-amerikanischen (Anarcho-)Primitivismus«

»Anarchistische Visionen«

»Anarchismus im 21. Jahrhundert? Herausforderungen, Möglichkeiten, Perspektiven«


Die Proteste gegen das Treffen der Welthandelsorganisation in Seattle 1999 übten wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung gegenwärtiger US-amerikanischer Widerstandskultur aus. Ein bemerkenswerter Aspekt dieser Entwicklung ist das Wiedererstarken einer anarchistischen Bewegung, die heute zu einem großen Teil die politische Dissidenz des Landes definiert. Der vorliegende Band präsentiert diese Bewegung anhand neunzehn individuell eingeleiteter und kommentierter Texte. Die Texte verbinden die Präsentation einflussreicher AutorInnen (Lorenzo Komboa Ervin, David Graeber, John Zerzan, Starhawk, Ward Churchill), Kollektive (CrimethInc., NEFAC, ALF/ELF) und Konzepte (Black Anarchism, Primitivismus, post-linke Anarchie, Postanarchismus, Freeganism) mit Darstellungen anarchistischer Alltagskultur (Evasion, Sascha Scatters Nachruf auf Brad Will) sowie Diskussionen um die Renaissance des Schwarzen Blocks (ACME-Kollektiv), Machoattitüden innerhalb der anarchistischen Szene (Rock-Bloc-Kollektiv), Segregationsprobleme sozialer Bewegungen (Elizabeth Martinez) und anarchistische Ökonomie (Michael Albert). Ein allgemeiner Einführungstext zur Geschichte des Anarchismus in den USA eröffnet den Band.



Einleitung
Anarchismus in den USA
Seattle
Zum Buch

1. Der ›Neue Anarchismus‹
David Graeber: »Die neuen AnarchistInnen«
CrimethInc.: »Für unser Leben kämpfen:
Eine Einführung in den Anarchismus«

2. Der Schwarze Block
ACME-Kollektiv: »N30 Kommuniqué aus dem Schwarzen Block«

3. Anarchismus und People of Color
Elizabeth (Betita) Martinez:
»Wo war die Farbe in Seattle? Auf der Suche nach Gründen,
warum die ›große Schlacht‹ so weiß war«
Lorenzo Komboa Ervin:
»Warum ich Anarchist bin / Woran ich glaube«

4. ›Pagan Anarchism‹
Starhawk: »Hin zu einer aktivistischen Spiritualität«

5. Anarchismus und Gender Politics
Rock-Bloc-Kollektiv: »Gib es der Mannarchie!«

6. ›Lifestyle Anarchism‹
Mack Evasion: »Wo sind die Güterzüge?«
Wetlands-Activism-Kollektiv: »Was sind Freegans?«

7. Primitivismus
John Zerzan: »Warum Primitivismus?«
Green-Anarchy-Kollektiv: »Was ist Grüne Anarchie?
Eine Einführung in anti-zivilisatorische Theorie und Praxis«

8. Post-Linke Anarchie
Jason McQuinn:
»Post-linke Anarchie: Lassen wir die Linke hinter uns«

9. Die Antwort linker AnarchistInnen
Peter Staudenmaier: »AnarchistInnen im Wunderland:
Die verkehrte Welt post-linker Anarchie«

10. Anarchismus und Ökonomie
Michael Albert: »Partizipatorische Ökonomie«

11. Postanarchismus
Saul Newman: »Die Politik des Postanarchismus«

12. Anarchismus und Organisation
NEFAC: »Die Frage revolutionärer anarchistischer Organisation:
Ein NEFAC-Positionspapier«

13. Anarchismus, Tierschutz, Naturschutz und Terrorismusanklagen
Randall Amster: »Perspektiven auf den Ökoterrorismus:
Diskurse, Verwirrungen und Opfer«

14. Gegen das Imperium
Ward Churchill: »Manche stoßen zurück«

15. Medienaktivismus
Sascha Scatter: »Im Andenken an Brad Will:
Der alte Freund und verrückte Revolutionär, der dem Tode trotzte«



lesenswerte Buchbesprechung von Robert Foltin in Grundrisse

Rezension von Analyse, Kritik & Aktion. Berliner Assoziation für Theorie und Praxis.

„Lassen wir die Linke hinter uns.“ „Lassen wir die Linke hinter uns.“ Rezension von Guy Fawkes. trend onlinezeitung 06/08.

CBA - Cultural Broadcasting Archive : Mitschnitt der Buchpräsentation vom
Freitag, 6 Juni, 2008 - 19:00 Uhr. KAPU (Dachstock), Linz.

Radio Dreyeckland, Freiburg 102,3 MHz . Ein Gespräch mit Gabriel Kuhn.

Interview mit Gabriel Kuhn und Buchpräsentation. Im Sumpf. FM4.ORF. Sendetermin 22. Juni 08 21h-23h Programmhinweis

Rezension von Basrata im Underground Dogs - Forum Theorie & Kritik.

Teen spirit . Rezension von Andreas Hartmann in Jungle World 30/2008

FM4 Interview: Autor Gabriel Kuhn 18.07.08 00:00 Uhr
Der Autor Gabriel Kuhn spricht mit Boris Jordan über sein neues Buch 'Neuer Anarchismus in den USA - Seattle und die Folgen', über partizipatorische Ökonomien, black blocks und über den Ökoterrorismus.

"Es gibt Bücher, die nicht zwingend einem gefallen müssen, um sie trotzdem zu den Besten und wichtigsten der Saison zu zählen." Rezension von von knobi-der-buechernomade vom 20.08.2008

Kontext - Sachbücher und Themen. Ö1 Programm Fr, 03.10.2008

"Es gehe ihm vor allem darum, «einen Eindruck von der Vielfalt, aber auch von den Schwächen und Konflikten der US-amerikanischen anarchistischen Bewegung zu vermitteln», schreibt Kuhn. Das gelingt ihm ausgezeichnet. Er hat neunzehn Originaltexte übersetzt, die bisher nur in englischer Sprache zugänglich waren. Ausführlich stellt er die AutorInnen vor und geht auch auf die Diskussionen ein, die die Texte ausgelöst haben. Das Buch zeigt eine erstaunliche Vielfalt von Strömungen und Szenen. (...) sehr lesenswert - gerade weil Kuhn kein geschöntes Bild zeichnet, sondern Widersprüche, Schwächen und Ambi­valenzen offen anspricht."
Spiegelung der Träume. Rezension von Bettina Dyttrich in WOZ vom 19.02.2009

Ivo Windrich bespricht das Buch aus der Perpspektive der Tierrechtsbewegung: unrast wild.cat


Die ›Bibliothek der Freien‹ wählte Gabriel Kuhn (Hrsg.): 'Neuer Anarchismus' in den USA. Seattle und die Folgen zum ›Buch des Jahres 2008‹.

"Im Herbst jeden Jahres verleiht die ›Bibliothek der Freien‹ gegebenenfalls einer oder mehreren Neuerscheinungen die Auszeichnung Buch des Jahres, womit auf exzellente deutschsprachige Publikationen zu einem anarchistischen Thema aufmerksam gemacht werden soll. Zu den Beurteilungs-Kriterien gehören die wesentliche Vermehrung des Wissensstands zum jeweiligen Themenkomplex, sorgfältige Ausführung in Druck und Layout sowie besondere Recherchequalität, Originalität und Internationalität, wodurch der Publikation insgesamt bleibender Wert zukommt."
›Bibliothek der Freien‹

Lesungen

Lesereise Gabriel Kuhn 2009