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Empowerment Zone Ahead!

EMPOWERMENT ZONE AHEAD!
Der Empowerment-Gedanke kommt aus dem anglo-amerikanischen Sprachraum
und entwickelte sich aus den praktischen Erfahrungen von Selbsthilfe-
initiativen und Protestaktionen von Armen, Arbeitslosen, psychisch
Kranken, Behinderten und anderen sozial benachteiligten Menschen heraus.
Es galt, soziale und Ungerechtigkeiten zu überwinden.
Um dieses Ziel zu erreichen, griffen diese Menschen zur Selbsthilfe
und versuchten nicht nur neue Wege zu finden, um Lebenskrisen besser
bewältigen zu können, sondern sie versuchten gleichzeitig eine größt-
mögliche Kontrolle über das eigene Leben durchzusetzen.
"EMPOWERMENT".
In Empowerment-Prozessen werden Menschen ermutigt, ihre eigenen Stärken
zu entdecken und Hilfestellungen bei der Aneignung von Selbstbestimmung
und Lebensautonomie anzunehmen.
Das Fernziel in diesem Prozess ist es, die vorhandenen Fähigkeiten im
Alltag zu autonomer Alltagsregie und Lebensorganisation zu kräftigen
und Ressourcen freizusetzen, mit deren Hilfe mensch die eigenen Lebens-
wege und Lebensräume selbstbestimmt gestalten kann.
Empowerment ist somit das Motivieren zur (Wieder-) Aneignung von Selbst-
bestimmung über die Umstände des eigenen Lebens.
Empowerment bedeutet für uns "RADIKALER LEBENSENTWURF" mit individuellen
Gestaltungsmöglichkeiten sowie (Re)ORGANISATION. VERBESSERUNG, ENTWICKLUNG
und EVALUIERUNG grundsatzpolitischer Prozesse, in denen Mensch sich ein-
bringen und gestärkt werden kann.
Darüber hinaus verstehen wir EMPOWERMENT auch als gesellschaftskritische
Kategorie, um durch SELBSTERMÄCHTIGUNG, SELBSTKONTROLLE, SELBSTBESTIMMUNG
politische Machtpositionen und Verordnungen zu dekonstruieren.
So können Menschen aus einer machtlosen Situation heraus befähigt werden,
Kontrolle über ihr Leben zu gewinnen, indem sie eigene Stärken im Aus-
tausch mit anderen erkennen und sich gegenseitig ermutigen, ihr eigenes
Leben und ihre soziale Umwelt zu gestalten. Unter Stärken ist dabei das
Entdecken, Bewusstwerden und Entwickeln von eigenen Ressourcen gemeint.
Das kann z.B. in Form von WORKSHOPS passieren. Unterstützende Workshops,
die Umgang mit Gewalt und Diskriminierung thematisieren, die praktische
Tipps liefern, wie mensch in Gewalt- und Diskriminierungssituationen
intervenieren können und Handlungsmöglichkeiten anbieten.
Die Erweiterung persönlicher und kollektiver Kompetenzen sowie emotionaler
und kognitiver Anteile des Selbstbewußtseins durch Aktionen stellen eine
besondere Komponente von EMPOWERMENT-PROZESSEN dar.
Konkret bedeutet das, dass durch Aneignung von Wohnraum selbstermächtigte
Gestaltungsformen entstehen, die durchaus eine Wechselwirkung von Prozessen
 zwischen individuellen/gruppenbezogenen sowie strukturellen Ebenen bein-
halten und Grenzen des Wohn- und Lebensraum-Konzepts aufzeigen.
Bezogen auf die individuelle Ebene sind Grenzen darin zu sehen, dass stets
von allen eine gemeinsame Zielstellung benannt und verfolgt werden muss.
Das bedeutet alle müssen sich in einem transparenten Austausch befinden und
die Kompetenz ausbilden, miteinander kommunizieren zu können, sowie mögliche
Konflikte austragen, die sich notwendig während des Empower-Prozesses
ergeben können, z.B. aufgrund unterschiedlicher  Erwartungen.
Hierfür muss ein Raum zur Verfügung stehen, indem über die Inhalte und
Formen der anzustrebenden Lösungen nicht fremdbestimmt werden darf (z.B. in
einem Plenum), was ein hohes Maß an (Selbst-)Reflexion, professionelles
Verhalten, Verantwortung voraussetzt und nicht in den Fehler verfällt, die
eigenen Erwartungen auf die Kooperationspartnerinnen übertragen zu wollen.
Auf der persönlichen seite ist ein hohes Maß an Engagement und Motivation
unabdingbar, um individuell auf die Adressatinnen zuzugehen und eingehen
zu können.
Es folgen Gedanken der Band - "EMPOWERMENT":
In unserer Welt wird uns zu viel vorgekaut und vorgegaukelt. Lassen uns alles
abnehmen von irgendwelchen Apps auf´m Handy oder den Medien die für uns Denken,
Lenken und Lügen.
Wer übernimmt Verantwortung und geht seinen eigenen WEg fernab irgendwelcher
Konventionen, Werte und Normen?
I try my best und versuche es Tag für Tag - authentisch und selbstkongruent
zu sein. Mein Ziel, welches ich stets klar vor Augen habe und dabei sicherlich
immer wieder scheitere - aufstehe, mich motiviere und von vorne beginne...
Mensch sein mit allem Licht und Schatten eben.
EMPOWERMENT besiegelt die Marschrichtung in die wir gehen wollten und gehen.
Furchtlos und frei von jeglicher Erwartung und den Normen die uns geißeln und
einengen.
Die Ablehnung von Konformität und Uniformität.
Ich verweigere mich und gebe mein Herz für die, die mich umgeben.
Menschlichkeit, Wertschätzung, Verständnis, Wärme und Zusammenhalt.
Öffne deine Arme für Veränderung aber lass niemals deine Werte gehen.
Ich finde es absolut nicht verwerflich dann und wann in Krisen zu stecken und
zu straucheln.
Gerade in diesen Tagen sehe ich viele "scheitern" und stolpern.
Da stellt sich mir die Frage an was liegt es?
Ich persönlich bin der Überzeugung, dass in unserer Gesellschaft der Druck
auf den Einzelnen enorm steigt, Leistung und Perfektion zählt.
Eine Armee Einzelkämpfer die sich bücken, nach Oben kriechen und nach Unten
treten, sich mit Ellenbogen den Weg durch die Menge bannen und dabei mensch-
liche Wärme total vernachlässigen. Wann sagt dir mal jemand ein nettes Wort
und wertschätzt dein Handeln und dein Sein?
Kritisiert, gehackt und gemobbt wird hingegen liebend gern.
Es zählt das Haben nicht das Sein. Schön auf die Schwächen der Anderen, damit
meine eigene Behinderung nicht auffällt.
Um ganz zu sein, unteilbar bei mir selbst zu sein, muss ich jedoch Stärken
und Schwächen gleichermaßen annehmen. Licht und Schatten, Tag und Nacht,
Sonne und Mond. Dies bewahrt mich vor Krisen. Ich reflektiere mich und versuche
zu verstehen.
Durch die Ablehnung aller Herrschaftsstrukturen prägt einen die Subkultur,
ganz bewusst, sein Leben zu gestalten, um sich einen möglichst großen Handlungs-
spielraum auf allen Ebenen zu erarbeiten.
Arbeit als Kunst. - Kunst als Arbeit.
Kein blinder Konsum, sondern das optimale Nutzen der Ressourcen, die uns um-
geben. Dies fördert die Kreativität, die Freiheit und das Bewusstsein ungemein.
Weil sich innovatives in einer Gemeinschaft verstärkt, lohnt es sich schon
deshalb ein Gefühl für seine  Mitmenschen zu entwickeln.
Mir ist sowas wie Unitiy, Freundschaft und Zusammenhalt sehr, sehr wichtig
in meinem Leben, und ich bin bedingungslos für die meinen da.
Wie heißt es so schön, einen einzelnen Finger kannst du leicht brechen, aber
eine geballte Faust nicht. Wenn ich gebe dann gebe ich von ganzem Herzen und
denke dabei nicht dran, ob es sich lohnt oder ob ich gar was zurückbekomme.
Ich sage das antifaschistisches Denken und Handeln ganz selbstverständlich
in unserem täglichen Leben verankert sein sollte.
Jeder Mensch muß Verantwortung für sein Denken und Handeln sowie für die Wahl
seiner Worte übernehmen.
Zu einer gereiften Persönlichkeit gehört, dass sie Absichten und Ziele bildet,
mit denen sie sich identifizieren kann und die mit ihren eigenen Bedürfnissen
und Werten, aber auch mit denen aus ihrer sozialen Umgebung abgeglichen sind.
Das ist gemeint, wenn wir sagen, wir seien authentisch und selbstkonsequent.
Empowerment.




Die gruppenbezogene Ebene ist im wesentlichen gekennzeichnet durch die
Möglichkeit, neue Fähigkeiten druch die Mitarbeit in einer Organisation
auszubilden und Meinungen und Kompetenzen  mit anderen Menschen auszu-
tauschen.
Gewalt besteht aus Denkmustern, Einstellungen und wird vor allem durch
Handlungen sichtbar und ist kein Zeichen von Stärke. Oftmals werden die
Begriffe Gewalt, Aggression und Konflikt in einem Satz verwendet und
vermischt. Nicht, dass Abwertung, Diffamierungen, Diskriminierungen,
Ausgrenzungen, Beschimpfungen und andere Grenzverletzungen nicht auch
schlimm sind, aber sie mit dem Gewaltbegriff zu vermischen, erschwert
die Übernahme der Verantwortung. reSISTAS finden es notwendig, dass die
Bedürfnisse von Betroffenen anerkannt und Forderungen konsequent, egal
ob mit oder ohne Einverständnis der Verursacher, umgesetzt werden.
Wenn eine Betroffene in eine Konfrontation nicht involviert sein möchte,
oder aber anonym bleiben will, steht natürlich jede andere Auseinander-
setzung außer Diskussion!
Wenn allerdings eine Konfrontation erwünscht ist, sollte diese auch möglich
sein. Leider ist das selten so und in den meisten Fällen gibt es auch keine
Unterstützer-innen oder Betroffenen fällt es schwer, Bedürfnisse überhaupt
zu artikulieren.
reSISTAS gehen davon aus, dass es wahrscheinlich sei, dass du bereits Ver-
ursacher vieler Grenzverletzungen bsit, ohne es zu wissen.
Das Sichtbarmachen von grenzverletzendem Verhalten im patriarchalen System
hat oft eine Abwertung des Weiblichen zur Folge, was in den Reaktionen
auf eine verrsuchte Enttabuisierung sexualisierter Gewalt deutlich wird.
Statt eines Interesses an dem, was von Gewalt Betroffene vortragen, erfolgt
durch die Abwehrhaltung eine Abwertung der Inhalte. Die Risiken einer Kon-
frontation tragen nicht die Verursacher des Problems, sondern diejenigen
die das Thema benennen.
Das Aufzeigen sexualisierter Gewalt wird nicht begrüßt, sondern belächelt
und kritisiert.
Durch diese Reaktion und Abwehrhaltung wird die Verantwortung für die
Existenz der Problematik nicht von denjenigen übernommen, deren Verhalten
als grenzverletzend erlebt wird, sondern an die Betroffenen delegiert.
Somit wir im patriarchalen System eine gleichberechtigte Auseinander-
setzung verhindert.

Quelle:

Underdog Fanzine - Underdog Fanzine

www.underdog-fanzine.de/
... Punk Fanzine aus Wildeshausen. Onlineversion des Printmediums UNDERDOG FANZINE mit den Rubriken News, Artikel, Kolumnen, Interviews, Rezepte...

Empowerment – Wikipedia

de.wikipedia.org/wiki/Empowerment
Mit Empowerment (von engl. empowerment = Ermächtigung, Übertragung von Verantwortung) bezeichnet man Strategien und Maßnahmen, die den Grad an ...