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Alles Verändern, ein anarchistischer aufruf / …

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Politik, Industrie, Banken – wer profitiert vom Krieg?

Unsere Politiker beschwören den Frieden und betreiben den Krieg: Deutschland ist der weltweit drittgrößte Waffenexporteur – und schreckt vor Lieferungen an verbrecherische Regime und Diktatoren nicht zurück. Jürgen Grässlin deckt auf, wer die Profiteure dieser Kriegswirtschaft sind, er nennt Industrieunternehmen beim Namen, er zeigt, wer in der Politik die Exporte genehmigt und wie die Banken das alles finanzieren. Hochbrisante Fakten, profund recherchiert – ein Augenöffner, wie tief unser Land in die globale Tötungsmaschinerie verstrickt ist.

Nur 5 Prozent des weltweiten Militärbudgets würden ausreichen um die gesamte Menschheit mit Nahrung, Wasser, medizinischer Betreuung und Grundausbildung zu versorgen. - Das kapitalistische Europa beteiligt sich weiterhin und an führender Stelle an der Beherrschung und der Ausbeutung der Dritten Welt. (Heleno Sana)

Krieg ist zu einem selbstverständlichen Mittel der deutschen Außenpolitik geworden.

Krieg darf kein Mittel der Politik sein!

Krieg und Gewalt verschärfen Probleme.

Krieg ist ein Verbrechen an der Menschheit.

Krieg ist organisierter Massenmord.

Krieg schafft die Voraussetzungen für neue Kriege und neue Gewalt.

Dieser gefährlichen Dynamik müssen wir uns entgegenstellen, indem wir uns für Abrüstung,

Entmilitarisierung, gewaltfreie Konfliktlösung und die Beseitigung aller Kriegsursachen

einsetzen. Graswurzelrevolution

Wir treten ein für:

- Rückzug der Bundeswehr von allen Auslandseinsätzen

- Austritt aus der NATO

-Abzug der Besatzungsmächte aus Irak und Afghanistan;

- Abschaffung aller Kriegs- und Zwangsdienste

- Ende der Verfolgung von Kriegsdienstverweigerern

- Geld für Konversionsprojekte statt Rüstungsausgaben

- zivile Nutzung von Militäranlagen und Rüstungsfabriken (Rüstungskonversion)

- Beendigung aller Waffenexporte

- Abschaffung aller Atomwaffen, auch der in Büchel (Eifel) stationierten Atombomben

- Stilllegung aller Atomkraftwerke

- Abkehr vom Öl zugunsten erneuerbarer Energien

- eine Lebens- und Produktionsweise, die mit deutlich weniger Energie auskommt;

Klimapolitik ist Friedenspolitik!

- Sicherung und Verteidigung sozialer und politischer Errungenschaften und damit gegen

Polizeigewalt, Sozialabbau, Überwachungsstaat und Bundeswehreinsatz im Innern.

- eine gerechte Weltwirtschaftsordnung.

Graswurzelrevolution ausgabe april 2011/358

People (14)

Niemals vergessen: Böse Kriege sind nur möglich, wenn gute Menschen sie unterstützen!

 

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Krieg und Frieden - Rudolf Rocker

Jede Wirtschaft, auch wenn sie in der Ausbeutung menschlicher Arbeitskraft ihre Basis hat, schafft in normalen Zeiten eine Menge Dinge, die sowohl für das Einzelwesen als auch für die Gesellschaft als ganzes unentbehrlich sind und beiden zum Vorteil gereichen. Auch die heutige Wirtschaftsordnung macht von dieser Regel keine Ausnahme. Man hat das heutige System unlogischerweise als Kapitalismus bezeichnet und dieser Namen ist ihm verblieben, wie das so häufig mit falschen Wortbildungen geschieht. In der Wirklichkeit ist jede menschliche Arbeitsbetätigung welche Formen sie immer annimmt, auf Kapital angewiesen und könnte ohne solches überhaupt nicht bestehen. Als Kapital sind alle natürlichen Reichtümer eines Landes zu bewerten wie Erze, Minerale, Öl, Kohle, der Grund und Boden und seine mannigfachen Bestandteile über und unter der Oberfläche und alle Erzeugnisse menschlicher Arbeit, die ja nichts anders als eine künstliche Umformung der Naturprodukte für bestimmte menschliche Zwecke sind.

 

Der Wesenskern der heutigen Gesellschaftsform ist nicht der Besitz des Kapitals, sondern seine Monopolisierung durch privilegierte Minderheiten auf die Kosten breiter Volksmassen, die durch diesen Zustand der Dinge in wirtschaftliche und soziale Abhängigkeit geraten und jedes Bestimmungsrecht über den Gebrauch ihrer Arbeitserzeugnisse verlieren. Es ist dieser Zustand, gegen den der Sozialismus ankämpft, der ja vornehmlich die Monopolisierung des Kapitals verwirft und eine gerechte Verteilung der Arbeitserzeugnisse anstrebt, was nur durch einen Zustand, wo alle Ergebnisse wirtschaftlicher Betätigung der Gesellschaft als Ganzes, das heißt jedem ihrer Mitglieder in gleicher Weise zugute kommen.

 

Es ist der Monopolismus der Wirtschaft, der überwunden werden muss, wobei es ganz gleichgültig ist, ob es sich um Privatmonopole oder Monopole des Staates handelt. In der Wirklichkeit, ist der sogenannte Staatskapitalismus ein noch viel größeres Hindernis für eine natürliche Entwicklung des gesellschaftlichen Lebens, da er alle Unzulänglichkeiten und Gebrechen des Privatkapitalismus auf die Spitze treibt und ihre Beseitigung schwieriger macht, wie wir dies heute in Russland und allen anderen Ländern, die seiner Obhut unterstehen, so deutlich beobachten können.

Doch von welcher Seite man die Sache immer betrachten mag, so bleibt die Tatsache bestehen, dass jede Wirtschaft, auch die kapitalistische, in normalen Zeiten eine Menge von Dingen hervorbringt, welche die Erhaltung der Gesellschaft gewährleisten und ihr daher unbedingt von Nutzen sind. Jedes Haus, das gebaut wird, jede Verbesserung der Transport- und Verkehrsmittel, nicht zu reden von den zahllosen Gebrauchsgegenständen des täglichen Lebens, repräsentieren ein angelegtes Kapital, das der Gesellschaft zu Nutzen kommt und ihre Existenzbedingungen fördert.

Das Kapital aber, das in Kriegszeiten und für Kriegszwecke angelegt wird, dient lediglich den Zwecken der Zerstörung. Je größeren Umfang der Krieg annimmt, je länger er dauert, desto ungeheuerlicher sind die Summen an natürlichen Rohstoffen und menschlichen Arbeitsprodukten, die er nutzlos verschlingt. Das Kapital, das für den Krieg angelegt wird, schafft keine neuen Werte, sondern zerstört oft in wenigen Monaten unschätzbare Werte, deren Herstellung häufig die Arbeit vieler Generationen erforderte.

 

Die vergangenen beiden Weltkriege haben uns in dieser Hinsicht einen Anschauungsunterricht gegeben, der unmissverständlich ist. Dass man dies bis heute noch nicht begriffen hat, macht der menschlichen Intelligenz keine Ehre und zeigt, dass das bekannte Wort des schwedischen Kanzlers Oxenstierna "Du begreifst nicht, mein Sohn, mit wie viel Unvernunft die Welt regiert wird", seine Gültigkeit noch nicht verloren hat. - Bäume wurden gefällt, um den Zwecken des Krieges zu dienen und häufig, ohne dass man für neue Anpflanzungen Sorge tragen konnte. Solche frevelhaften Verwüstungen der Natur aber führen nicht selten zu einer Veränderung des Klimas und vermindern die Ertragsfähigkeit weiter Landflächen.

 

Man tröstet sich häufig mit dem Gedanken, dass durch die Verwendung atomistischer Kräfte eine Erschöpfung der heutigen Betriebsstoffe leicht ausgeglichen werden könnte, was auch sehr wahrscheinlich ist. Doch darf man dabei nie außer acht lassen, dass diese neu entdeckten Kräfte vorläufig nur den Zwecken der Zerstörung dienstbar gemacht werden.

Ich habe in einem früheren Artikel davon gesprochen, dass der blinde Glaube an die unbegrenzte Ertragsfähigkeit der Erde nur eine Illusion war, die längst widerlegt wurde. Doch dieses gilt nicht bloß für die Erträgnisse der Landwirtschaft, sondern auch für die Rohstoffe der Erde, von denen viele nur in beschränkten Mengen vorhanden sind und häufig nur in bestimmten Teilen der Erde gefunden werden. In keiner Zeit aber werden lebenswichtige Rohstoffe so sinnlos und in einer geradezu empörenden Weise verschwendet wie gerade in Perioden des Krieges. Ungeheure Ölvorräte, die kommenden Generationen als Betriebsstoff hätten dienen können, wurden während der vergangenen beiden Weltkriege dem Werk der Zerstörung geopfert und können nicht mehr ersetzt werden, da sich die Ölquellen ebenso erschöpfen wie die Kohlevorkommen. Ungeheure Mengen wertvoller Metalle und Minerale wurden zwecklos vergeudet und einer nützlichen Verendung entzogen. Doch über ihre praktischen Anwendungsmöglichkeiten in der Industrie, Landwirtschaft und vielen anderen Gebieten menschlicher Betätigung wissen wir noch immer sehr wenig und sind fast nur auf Vermutungen angewiesen, die erst durch eine lange Reihe von Experimenten und praktischen Erfahrungen erprobt werden müssen. Vorläufig aber können wir nur mit dem rechnen, was uns heute wirklich zur Verfügung steht.

 

Die phantastische Verwüstung kostbarer Rohstoffe und materieller Reichtümer, die uns nach zwei Weltkriegen als Erbschaft verbleiben ist, ist ohne Zweifel ein gewaltiges Hindernis, um die Aufgaben zu erfüllen, die uns durch die große Wandlung der allgemeinen Weltlage gestellt wurden und von deren Lösung die nächste Zukunft der Menschheit abhängig ist.

 

Das größte Hindernis aber, dem wir heute begegnen, ist die heillose geistige Verwirrung,in die wir geraten sind und die durch den blinden Fanatsimsu der PARTEIEN und die BLÖDEN Schlagworte der MACHTPOLITIKER aller Gattungen fortgesetzt genährt und vergrößert wird. Nur ganz wenige begreifen heute die ganze Tragweite der Situation, in der wir uns befinden und dass wir an einem Wendepunkt der Geschichte angelangt sind, von dem es kein Zurück gibt.

 

Wir müssen uns mit den Verhältnissen abfinden, die durch menschliche Blindheit verursacht wurden und Wege finden, die zu einem neuen Aufstieg führen können. Jedes Vorschreiten auf den ausgetretenen Pfaden der Vergangenheit kann nur das Verhängnis vergrößern, das uns heute immer mehr, das uns heute von allen Seiten bedroht.

 

Wir begreifen heute immer mehr, dass die Menschen des Zeitalters der Industrialisierung seine Bedeutung völlig verkannt haben und zu Schlüssen gelangten, die nicht wenig zur Entwicklung der heutigen Lage beigetragen haben. Sogar die schlimmste Tyrannei beruht nicht ausschließlich auf physischer Gewalt und ist gezwungen durch bestimmte ideologische Vorstellungen den Menschen den Glauben zu vermitteln, dass ein gegebener sozialer Zustand in der Natur der Dinge begründet ist und nicht geändert werden kann. Je besser ihr dies gelingt, desto gesicherter ist ihre Existenz. Solche Vorstellungen, die stets auf halben Wahrheiten beruhen, die immer gefährlicher als bewusste Lügen sind, haben in der Regel einen stärkeren Einfluss auf das Denken der Menschen als die wirklichen Zustände, aus denen sie geboren wuden.

 

Das zeigte am besten die Lehre des Pfarrers Robert Malthus, die jahrzehntelang einen unheimlichen Einfluss auf das seiner Zeitgenossen ausübte. Dass Malthus die Bevölkerungsfrage in den Bereich seiner sozialen Betrachtungen gezogen hatte, war ein Verdienst, das ihm niemand bestreiten wird; allein die Schlüsse, die er daraus zog, waren sicherlich die größte geistige Verirrung, zu der ein Mensch gelangen konnte. Im Lager der Sozialisten hat man diese Vorstellungen dann auch nie geteilt und suchten nach Mitteln und Wegen, um einer Gefahr vorzubeugen, die erkannt war. Malthus aber wusste mit seiner Erkenntnis nichts besseres anzufangen, als die schreiendsten Missstände des industriellen Zeitalters zu rechtfertigen und als unumgänglich zu verteidigen.

Was er den Menschen zu sagen hatte, war, dass der Tisch des Lebens nicht für alle gedeckt wurde und die Überzähligen verdammt waren, im Elend zu verkommen oder durch Krieg und Seuchen hinweggerafft zu werden.

Spätere Biographen von Malthus haben ihn als Menschen von großer Herzensgüte geschildert. Vielleicht ist das richtig, denn das menschliche Denken erzeugt oft recht sonderbare Missgeburten. Das ändert jedoch nichts an der Tastsache, dass seine Lehre das menschenfeindlichste Gebilde war, das je erdacht wurde.

 

Seine berüchtigten Worte: Steh auf und geh in den Tod, denn Du gehörst zu den Überzähligen, für die kein Platz gedeckt ist, können wohl kaum anders verstanden werden. Malthus war durch das lichtvolle Werk "William Godwin`s" Politische Gerechtigkeit zur Abfassung seiner Arbeit über die Bevölkerungsfrage veranlasst worden und versuchte dort den Beweis zu erbringen, dass, wenn sogar eine denkbare vollkommene Gesellschaft im Sinne Godwin´s möglich wäre, diese im Laufe weniger Generationen wieder in den alten Zustand zurückgeworfen würde und zwar auf Grund des ungleichen Verhältnisses zwischen einer stets zunehmenden Bevölkerung, und ihren Ernährungsmöglichkeiten. Dieses Verhältnis war für ihn ein Naturgesetz, das durch keine menschliche Einsicht geändert werden konnte. Ein Beweis, dass Malthus das Wesen der menschlichen Kultur überhaupt nicht begriffen hatte, die ja nichts anders ist, als ein bewusstes Eingreifen des menschlichen Denkens in das Walten der Naturkräfte und der Versuch, diese Kräfte seinen eigenen Zwecken dienstbar zu machen. Rudolf Rocker

 

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