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Über uns – HINTER DEN SCHLAGZEILEN

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„Die erste Pflicht aller Journalisten müsste doch sein, nicht gegen irgendeinen Feind, sondern gegen den Krieg mobil zu machen!“,

Glücksökonomie? - Auszug aus einem  Gespräch über die Krisen unserer Zeit...den kommenden Kollaps & den notwendigen Wandel zur Nachhaltigkeit & zu einem neuen  kooperativen Bewußtsein!

Ein Kapitel von "Glücksökonomie" heißt
"Vom Homo oeconomicus zum Homo cooperativus".
Was für eine Spezies ist das?

Das ist der uralte Mensch, der in der afrikanischen
Savanne entstand und genau weiß, dass er nicht ohne
alle anderen überleben kann. Kooperation ist ein univer-
selles Prinzip:
Die Natur hat sich von Einzellern zu Mehrzellern ent-
wickelt, die sich zu immer größeren Verbünden zusammen-
schlossen. Viele heutige Naturforscher und Naturphilo-
sophinnen sagen: Kooperation ist das prägende Prinzip
in der ganzen Evolution, nicht Konkurrenz.
Selbstverständlich gibt es Konkurrenz, aber sie ist unter-
geordnet.

Heute stecken angebliche Menschenfreunde riesige Summen
in Wirtschaftsprojekte, von denen sie glauben, dass sie
die Menschheit voranbringen und alle glücklich machen. -
Larry Page, Bill Gates, Mark Zuckerberg, Jack Dorsey und
Konsorten.
Ingenieure schrauben an Genen, Atomen und Frackingtechniken -
sie alle wollen das Beste für die Zukunft und sind auf´s Engste
mit den politischen Mächten verbunden.
Glaubst du, dass wir sie erreichen können?

Nein, natürlich nicht, denen geht es um zwanghafte Kontrolle.
Sie wollen die Herrschaft über eine aus den Fugen geratene
Welt behalten, aber es wird ihnen nicht gelingen!
Ihre Supertechnik, ihr Superreichtum bringt nur immer neue
Krisen hervor, weil sie die Krisenursachen nicht beseitigen,
sondern verstärken.
Beliebiges Beispiel:
Die Stiftung von Bill Gates fördert Gentech-Anbau in Afrika.
Banken, Pensionsfonds, Versicherungsgesellschaften rauben
kleinbäuerlichen Familien dafür das letzte Land und lassen
dort pestizidrestistenten Genmais anbauen.
Menschen, die ihr Auskommen hatten, hungern nun, flüchten
in städtische Slums oder nach Europa.
Ohne Beschneidung der Macht westlicher Agrokonzerne, ohne
neue Zukunft für Kleinbauern wird es kein Ende der Flücht-
lingswellen geben.
Irgendwann werden das selbst die politischen Eliten Europas
merken.

Die derzeit dominanten Systeme sind hierarchisch und zentra-
listisch. In der Glücksökonomie scheint es jedoch eher um
Dezentrales, Egalitäres zu gehen. Reiben sich diese neuen
Formen nicht massiv am Bestehenden, vor allen an den weltweit
verbreiteten totalitären Systemen?

Wie sich Gesellschaften in Nordkorea oder China verändern las-
sen, können nur die dort lebenden Menschen beantworten.
Aber auch China stößt nun massiv an die Grenzen des kapitalis-
tischen Wachstums:
Die Börse stürzt ab, die Leute in Peking können nicht mehr
atmen, Land, Wasser und Lebensmittel sind breitflächig ver-
giftet. Selbst dort entstehen nun Initiativen der solidarischen
Landwirtschaft: Bauern und Stadtbewohnerinnen tun sich unter
Ausschaltung von Staat und Markt zusammen und planen gemeinsam,
was angepflanzt werden soll.
Diese neuen Formen können den alten Kapitalismus so durchwuchern,
dass sie ihn irgendwann obsolet machen.

 

Wie soll das deiner Meinung nach konkret geschehen?


Eine wichtige Strategie scheint mir, dass sich
Produzierende & Konsumierende zu Prosumierenden
zusammentun - dass sie gemeinschaftlich herstellen,
was zum Leben wichtig ist.
Das ist ein neuer Weg jenseits von Kapitalismus
und Staatssozialismus. Auch eine Mischwirtschaft
halte ich für gut, ein neues Bündnis von kapitalis-
tischen Privatbetrieben mit Genossenschaften,
Sozialunternehmen & unkommerziellen Projekten.
Die kapitalistische Realwirtschaft hat nämlich -
im Gegensatz zur Finanzindustrie - Interesse an
stabilen Verhältnissen.
Hauptsache, die monokulturelle Macht der Finanz-
industrie und der transnationalen Konzerne wird
gebrochen - und die Macht der Patente zugunsten
des Prinzips "Copyleft".
Ein anderes Wirtschaften ist heute möglich & macht
uns glücklicher, weil es uns mit Sinn erfüllt.
Das Wort "Sinn" entstammt dem althochdeutschen
"sinnen". Das bedeutet "eine Reise machen",
"eine Fährte suchen", "eine Richtung einschlagen".

Wenn eine neue Ökonomie mit ihren Graswurzeln
die Welt schon durchzieht - ist das eine Wende,
die schon längst stattfindet, während wir in einem
Kollaps leben, der auch schon längst begonnen hat?

Wir werden die nächsten Jahre und Jahrzehnte nur
"Krise, Krise, Krise, Krise, Krise" hören.
Die alten Eliten wissen nicht mehr, wie man die
Schulden- oder Klima- oder Ressourcen- oder Flücht-
lingskrisen lösen kann, besonders, wenn diese sich
überlagern.
Der Kollaps ist schon im Gange, aber die neue Welt
entsteht. Wir alle können sie voranbringen, indem
wir das Neue sichtbar machen.
Teilen, tauschen, gemeinsam nutzen statt einsam zu
kaufen - das greift um sich. In jeder beliebigen
Stadt steht heute eine Bücherbox, wo man Bücher hin-
bringt, und sich andere herausnehmen kann.
Das sind Anzeichen des Wandels.
Die Frage ist, ob das Neue im richtigen Maß recht-
zeitig kommt. Diese Frage kann auch ich nicht beant-
worten.


QUELLE: OYA-Magazin Nr. 34. - Sedite 53.
Ein Gespräch zwischen Ute Scheub und Geseko von Lüpke.
Buchempfehlung: "GLÜCKSÖKONOMIE" (Co-Autorin Ute Scheub)

1. Ute Scheub

www.utescheub.de/
de). Am Montag den 15. Oktober stellten wir das Buch im Rahmen einer Podiumsdiskussion in der Heinrich-Böll-Stiftung vor. Hier ein Veranstaltungsbericht.

2. Prof. Dr. Gerald Hüther | Offizielle Webseite

www.gerald-huether.de/

Willkommen auf der offiziellen Webseite des Göttinger Neurobiologen Prof. Dr. Dr. Gerald Hüther. www.gerald-huether.de.

„Wir brauchen Gemeinschaften, deren Mitglieder einander einladen, ermutigen und inspirieren, über sich hinauszuwachsen.“

Gerald Hüther