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Diese Schrift rüttelt nicht nur an vermeintlich linken Gewissheiten, sie bricht ganz offen mit ihnen.

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Die Lifestyleanarchist*in – Ein anarchistisches Magazin aus dem ...

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Unser Haus, Unser Viertel, Unsere Stadt! Perspektiven linksradikaler Wohnraumpolitik. Von Für Lau Haus in Die Lifestyleanarchistin

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Alles Verändern, ein anarchistischer aufruf / …

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Verlag Edition AV - Ne znam - Zeitschrift für Anarchismusforschung

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Anarchistische Gruppe Mannheim
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Literatur fuer die Anarchie- und Anarchismus-Forschung. Themen: Anarchie, Anarchismus, Anarchosyndikalismus, Linksradikalismus.

 

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Anarchy - Photography - Gerold Flock

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Das gemeinsame Tauchen mit der Harpune und der Wein
von Samos, den sie zusammen tranken, ließen unter ihnen
 eine tiefe Kameradschaft entstehen. Auf der Rückfahrt mit
dem Schiff stellten sie fest, dass sie jeweils nur den Vor-
namen des anderen kannten, und als sie ihre Adressen
austauschen wollten, entdeckten sie zu ihrer Verblüffung,
dass sie in derselben Fabrik arbeiteten, der eine als Tech-
nischer Direktor, der andere als Nachtwächter.
Dieser köstliche Apolog, der die ganze Ideologie des Club
Mediterranee zusammenfasst, impliziert mehrere meta-
physische Postulate:
1. Die Freizeit ist das Recht der Freiheit.
2. Jeder Mensch ist von Natur aus frei und den anderen
gleich: Man muss ihn nur in den Zustand von "Natur"
zurückversetzen, damit er diese wesenhafte Freiheit,
Gleichheit, Brüderlichkeit wiedererlangt.
Somit beerben die griechischen Inseln und der Meeres-
grund die Ideale der Französischen Revolution.
3. Die Zeit ist eine Dimension a priori, ihre Inhalte
transzendierend und ihnen gegenüber präexistent.
Sie ist da und wartet auf Sie.
Wenn sie entfremdet und bei der Arbeit unterjocht wird,
dann hat man keine Zeit.
Außerhalb der >Arbeit oder außerhalb von Zwängen
"hat man Zeit". Als absolute, nicht veräußerbare Dimenison
wie die Luft, das Wasser usw. wird sie, in der Freizeit
nämlich, wieder zu jedermanns Privateigentum.
Der letzte Punkt ist bedeutsam, wirft er doch ein Licht
darauf, dass die Zeit sehr wohl einfach nur das Produkt
einer bestimmten Kultur sein könnte, genauer gesagt
einer bestimmten Produktionsweise in diesem Fall ist
sie zwangsläufig demselben Status unterworfen, wie
alle im Rahmen dieses Produktionssystems hergestellten
oder verfügbaren Güter: Sie ist - privates oder öffentliches -
Eigentum, sie wird angeeignet, geht in denBesitz ein,
ist ein veräußerbares, entgeltlich oder unentgeltlich abge-
tretenes Objekt, sie hat wie alle auf diese systematische
Weise produzierten Objekte an der verdinglichten Abstraktion
des Tauschwerts teil.
Von den meisten Objekten lässt sich stets noch behaupten,
dass sie trotz allem einen gewissen Gebrauchswert haben,
der sich theoretisch von ihrem Tauschwert abgrenzen lässt.
Aber die Zeit?
Wo ist ihr Gebrauchswert, durch welche objektive Funktion,
durch welche spezifische Praxis auch immer ließe er sich
definieren?
Denn dies ist der Anspruch, der hinter der "Frei-"zeit steht:
der Zeit ihren Gebrauchswert zurückzugeben, sie  als leere
Dimension zu befreien, um sie mit der eigenen individuellen
Freizeit auszufüllen. In unserem System kann nun aber die
Zeit nur als Objekt "befreit" werden, als chronometrisches
Kapital von Jahren, Stunden Tagen, Wochen, das ein jeder,
ganz nach Belieben, "investiert".
Deshalb ist sie in Wahrheit schon nicht mehr "frei", sondern
in ihrer Chronometrie durch die totale Abstraktion bestimmt,
nämlich diejenige des Produktionssystems.
Der Anspruch, welcher der Freizeit zugrunde liegt, ist daher
in unlösbaren Widersprüchen gefangen und im eigentlichen
Sinne hoffnungslos.
Die stürmische Hoffnung auf Freiheit in diesem Anspruch
zeugt von der Macht des Systems von Zwängen, die nirgends
so total ist wie gerade auf der Ebene der Zeit.
"Wenn ich von der Zeit spreche", sagt Apollinaire, ist
sie schon vorbei.
Von der Freizeit ließe sich sagen:
Wenn man Zeit hat, ist sie schon nicht mehr frei.
Und der Widerspruch liegt nicht in der Formulierung, sondern
in der Sache. Dies eben ist das tragische Paradox des Konsums.
In jedes Objekt, das er besitzt und konsumiert, wie in jede
Minute freier Zeit will ein jeder sein Begehren einfließen lassen
und ein jeder glaubt, dass es darin eingeflossen sei - aber in
jeder "verfügbaren" Minute hat das Begehren sich schon ver-
flüchtigt, ist zwangsläufig nicht mehr vorhanden.
Es bleibt nur noch eine "Consomme", ein Kondensat aus
Begehren.
In primitiven Gesellschaften gibt es keine Zeit.
Die Frage, ob man Zeit hat, oder nicht, ergibt in ihnen keinen Sinn.
Die Zeit ist hier nichts, als der Rhythmus der sich wiederholen-
den kollektiven Aktivitäten (der Arbeits- und der Festrituale).
Sie von diesen Aktivitäten abzulösen, um sie in eine vorher-
sagbare und manipulierbare Zukunft zu projezieren, ist unmög-
lich. Sie ist keine inidividuelle Zeit, sondern der Rhythmus,
in dem der Tausch tatsächlich stattfindet und der Akt des Festes
kulminiert.
Es gibt keinen Namen, sie zu bezeichnen, sie vermischt sich
mit den Begriffen des Tausches, mit dem Zyklus von Mensch
und Natur.
Die Zeit ist also gebunden, aber nicht eingezwängt, und diese
"Gebundenheit" stellt sich keiner wie immer gearteten "Freiheit"
in den Weg. Genau gesagt ist sie symbolisch, das heißt nicht
abstrakt isolierbar. Allerdings ist es nicht sinnvoll zu sagen,
"die Zeit ist symbolisch", denn in diesen Gesellschaften existiert
sie ganz einfach nicht, ebenso wenig wie das Geld.
JEAN BAUDRILLARD - DIE KONSUMGESELLSCHAFT
Ihre Mythen, ihre Strukturen - Seite 223-224."