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Alles Verändern, ein anarchistischer aufruf / …

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lava [muc] – libertäre Antifa
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Projekt A

www.projekta-film.net/de

Der Dokumentarfilm Projekt A: Eine Reise zu anarchistischen* Projekten in Europa.

FAU-Fahne

Subversive Buchempfehlungen:

Murray Bookchin

Mehr als 40 Jahre lang entwickelte Murray Bookchin seine Ideen über Kommunalismus, libertäre Ökologie und direkte Demokratie und brachte sie in die Politik der Neuen Linken ein.

»Über die Jahre hat Murray Bookchin seine eindrucksvollen Fähigkeiten und sein Engagement in vielen Bereichen unter Beweis gestellt: sei es Geschichte, Technologie, gesellschaftliche Organisation, die Suche nach Freiheit und Gerechtigkeit und vieles andere mehr. Immer hat er Einsichten, Erkenntnisse, originelle und provokante Thesen sowie anregende Visionen beigetragen. Diese neue Textsammlung über radikale Demokratie ist Zeugnis seiner Lebensleistung.«
Noam Chomsky

Seine Schriften beeinflussten zahlreiche politische DenkerInnen und Soziale Bewegungen – von der radikalen Ökologiebewegung bis zur Antiglobalisierungsbewegung. Nicht zuletzt bezieht sich aktuell die kurdische Befreiungsbewegung in der Türkei und in Syrien auf die Weiterentwicklung von Bookchins Idee des Libertären Kommunalismus zur Praxis desDemokratischen Konföderalismus.                                                                                                       Mit einem Vorwort der Bestsellerautorin Ursula K. Le Guin eingeleitet, versammelt Die nächste Revolution erstmals Bookchins Essays über Freiheit und direkte Demokratie, um eine gewichtige politische Vision zu entwickeln, die vom Protest zur praktischen Transformation des Kapitalismus führen kann.

»[…] weltweit finden Diskussionen um die Frage statt, ob demokratischer Konföderalismus auch eine Alternative für die kapitalistischen Metropolen sein kann, oder ob es eine Bewegung ist, die im antikolonialen Kontext wirk­mächtig ist, in Industrienationen jedoch nicht. […] Im Rahmen sich immer weiter zuspitzender Verhältnisse ist die Lektüre von Bookchin mehr als aktuell und angebracht.«                                                                         Michael Knapp, Kurdistan Report 181, Sep/Okt 2015

 

Freiheit, Individualität und Subjektivität
Staat und Subjekt in der Postmoderne aus anarchistischer Perspektive
Verlag Edition AV | 2004

Die Freiheit des Menschen innerhalb einer freien Gesellschaft ist das Ziel aller AnarchistInnen, mögen ihre Vorstellungen davon und ihre Wege dahin auch unterschiedlich sein. Die Frage ist nur, warum dieser Wunsch anscheinend nicht von einer Mehrheit der Menschen geteilt wird. Als AnarchistInnen müssen wir uns die Frage stellen: “Warum kämpfen die Menschen für ihre Knechtschaft, als ginge es um ihr Heil? Warum ertragen sie seit Jahrhunderten Ausbeutung, Erniedrigungen, Sklaverei, und zwar in einer Weise, dass sie solches nicht nur für die anderen wollen, sondern auch für sich selbst?” (Deleuze/Guattari). Der französische Philosoph Foucault geht davon aus, dass der Mensch, "zu dessen Befreiung man einlädt, (...) bereits in sich das Resultat einer Unterwerfung (ist), die viel tiefer ist als er". Diese Auffassung hat weitreichende Konsequenzen für eine Theorie und Praxis der Befreiung.
Jürgen Mümken will in dem vorliegenden Buch keine Antworten und Lösungen präsentieren, sondern den LeserInnen einige Denkanstöße für eine eigene Auseinandersetzung mit der von Deleuze und Guattari gestellten Frage geben. Dazu beschäftigt er sich mit dem Verhältnis von Poststrukturalismus und Anarchismus, stellt Aspekte der anarchistischen und marxistischen Staatskritik dar und geht auf die Genealogie des modernen Staates von Foucault und den Empire-Ansatz von Negri und Hardt ein. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Frage nach dem Subjekt zwischen Autonomie und Heteronomie, wobei der Schwerpunkt auf die sex/gender-Debatte liegt.

Jürgen Mümken: Keine Macht für Niemand. Versuch einer anarchistischen Aneignung des philosophischen Projektes von Michel Foucault. In: Schwarzer Faden Nr. 63 – 1/1998

Vortrag: Keine Macht für Niemand. Versuch einer anarchistischen Aneignung des philosophischen Projektes von Michel Foucault auf YouTube

mehr von Autor unter: www.juergen-muemken.de

Verlag Edition AV
Jochen Knoblauch
MARX vs. STIRNER


Oder: Ein Versuch über dieses & jenes.

Vor 170 Jahren - im Oktober 1844 - erschien in Leipzig das Buch von Max Stirner "Der Einzige und sein Eigentum", und es ist bis heute ein Buch, an dem sich die Geister scheiden.
Max Stirner (1806-1856) gehörte als Linkshegelianer der Berliner Gruppe "Die Freien" an. Er lieferte mit seinem Buch wohl das radikalste Gedankengut als Soundtrack, der bis heute - zumindest in der Philosophie nachklingt: 170 Jahr Punk und kein Ende. Der "Geistesriese" Karl Marx reagierte - recht hilflos - als einer der ersten auf Stirners Buch, allerdings erreichte Stirner diese Kritik nicht, da Marx/Engels für ihr Buch "Die deutsche Ideologie..." keinen Verleger fanden.
Aber, ohne Erbsen zählen zu wollen, geht es im Konflikt Marx gegen Stirner in erster Linie um Bürgertum gegen Punk, Massenauflauf gegen Individualismus, Mitläuferrevoluzzer gegen Empörerinnen bis hin zum langweiligen Staatssozialismus gegen Pogotänzerinnen. Marx hatte seine Chance - und er hat sie vertan. Stirner hatte keine Chance, aber er hat sie genutzt.
"Das alte Spiel, ist das Spiel mit der Angst: Ohne Deinen Herrn bist Du nichts, ohne Gott orientierungslos und ohne Staat ungeschützt. Die eingeimpften "Ängste" funktionieren seit Jahrtausenden. Da nutzt es auch nichts, dass Du selbst durch Deinen Herrn zu einem Nichts werden kannst, dass trotz Deines Gottes Du orientierungslos durch die Welt eilst, und der Staat in der Regel nur vorgibt Dich zu beschützen. Nirgends gibt es Garantien, letztlich bist immer Du es der es in der Hand hat. Wir haben nichts zu verlieren, außer unserer Angst."

Johann Bauer
Ein weltweiter Aufbruch!
Gespräch über den gewaltfreien Anarchismus der Siebzigerjahre

Anhang
Graswurzelrevolution-Grundsatztexte der Siebzigerjahre

I. Was heißt Graswurzelrevolution? (1974)

II. Feldzüge für ein sauberes Deutschland (1978)
Politische Erklärung Gewaltfreier Aktionsgruppen in der BRD zu Terrorismus und Repression am Beispiel der "Mescalero"-Affäre

Verlag-Graswurzelrevolution

CRIMETHINC. COMMUNIQUES 1996-2011 "MESSAGE IN A BOTTLE" - Unrast-Verlag

"Eine tolle Mischung aus politischer Theorie und subkultureller Bewegungsgeschichte."

 "WORK" - Kapitalismus. Wirtschaft. Widerstand
- Unrast-Verlag.

Warum müssen wir, trotz all des technischem Fortschritts, mehr arbeiten als je zuvor? Wie kommt es, dass je härter wir arbeiten, wir letztendlich im Vergleich zu unseren Bossen umso ärmer werden? Warum konzentrieren sich die Leute einzig darauf, ihre Jobs zu retten, wenn die Wirtschaft zusammenbricht – obwohl eigentlich von vornherein keine_r die Arbeit mag? Kann der Kapitalismus ein weiteres Jahrhundert der Krisen überstehen?
Work behandelt diese und eine ganze Menge anderer Fragen. Um sie beantworten zu können, musste das Kollektiv die vorherige Analyse der Lohnarbeit überdenken und ein differenzierteres Verständnis der Wirtschaft entwickeln. Es hat Monate damit verbracht, düstere Teile der Geschichte zu studieren und Aufzeichnungen darüber, wie Ausbeutung im alltäglichen Leben erfahren wird, zu vergleichen – um langsam eine große vereinheitlichte Feldtheorie über den aktuellen Kapitalismus auszuarbeiten.

 Horst Stowasser - ANARCHIE! - Idee - Geschichte - Perspektiven - Editition Nautilusverlag.

 

Bunt, bizarr und widersprüchlich, verführerisch für die einen, Inbegriff des Bösen für die anderen, zieht sich die Idee der Anarchie durch die Geschichte der Menschheit. Ist sie ein weltfremder Traum oder ein noch zu realisierender Entwurf? Das Buch berichtet von Versuchen, diese Vision zu verwirklichen. Eine informative und kurzweilig geschriebene Einführung in Ideenwelt und Geschichte des Anarchismus, die neue Impulse gibt.

Anarchie, ein Wort, das von jeher Schrecken ausgelöst hat, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als faszinierende Wundertüte. Sie will das »brutale« Chaos der heutigen Gesellschaft durch das »sanfte« Chaos vernetzter horizontaler Strukturen ersetzen, in der die Herrschaft des Menschen über sich und die Natur überflüssig wird.

Glücksökonomie

Wer teilt, hat mehr vom Leben

 

Umweltbuch des Monats April 2015

 

Forscher sind sich einig: Lebensfreude hängt immer weniger von Geld und Besitz ab. Wichtig für persönliche Glücksgefühle sind soziale Fähigkeiten wie Kooperieren, Teilen oder sich für andere einsetzen - und sie finden immer öfter Eingang in unsere Arbeitswelt und Gesellschaft. Erfolgreiche Unternehmer, die bevorzugt Alleinerziehende beschäftigen oder sich selbst weniger Gehalt ausbezahlen als ihren Angestellten; Verbraucherinnen, die ökologisch wirtschaftende Bauernhöfe mitfinanzieren (SoLaWis); Softwareentwickler, die ihre Arbeit zum freien Gebrauch zur Verfügung stellen - die Welt des Tauschens, Teilens und gemeinsamen Erlebens ist schier unendlich. Überall machen sich Menschen auf, neue Alternativen zwischen Markt und Staat zu suchen, gründen Unternehmen und Initiativen, die nicht mehr auf dem Wunsch nach Geld, sondern dem Wunsch nach Glück und Nachhaltigkeit basieren, und schaffen eine neue Gemeinschaft, die zwischen dörflichem Zusammenhalt und urbaner Freiheit angesiedelt ist. Die so entstehende Glücksökonomie greift die alte Wachstumswirtschaft nicht frontal an, sondern wuchert fröhlich in sie hinein, um Räume zu schaffen, in denen Teilen wichtiger ist als Besitzen. Die Autorinnen haben Menschen besucht, die ein völlig anderes Leben führen, und berichten aus der bunten Welt des befreienden Miteinanders, die durch das Internet enorm befeuert wird.

Hans Jürgen Degen "...den rostigen Tod einer Maschine". - Vom Unfug des Staates - Verlag Edition AV

 Hans Jürgen Degen - "Das Paradies ist offen." - Über das Elend des Individuums. - Verlag Edition AV.

Hans Jürgen Degen - "...Aller Laster Anfang." - Über die Freiheit - Verlag Edition AV.

Hans Jürgen Degen - Kapitalismus in der Insolvenz? - Über Kapitalismus - Verlag Edition AV

Roman Danyluk - Befreiung und soziale Emanzipation - Rätebewegung, Arbeiterautonomie und Syndikalismus - Verlag Edition AV.

Dian The Saint - Die Unity-Philosophie - Gedanken für eine bessere Welt. Das Buch findet Ihr im Internet:
https://dianthesaint.de/produkt/die-unity-philosophie-2008

Unsichtbares Komitee - Der Kommende Aufstand - Verlag Edition Nautilus.

Die brennenden Vorstädte in Frankreich, die Straßengewalt in Griechenland usw. werden von den Regierungen als Gefahr gesehen, die polizeilich und militärisch gebändigt werden müsse, wobei das »Krisenmanagement« die Gesellschaft auch zusammenhalten soll. Für die Autoren dieses Manifests hingegen sind die Revolten revolutionäre Momente, Symptome des Zusammenbruchs der westlichen Demokratien, die sich gegenseitig verstärken und sich ausbreiten. Sie fordern einen Kommunismus, der als »ergebnisoffener« Prozess die Bildung von Kommunen sowie die Restrukturierung der Ökonomie in kleine, lokale Einheiten vorsieht und plädieren für eine anonyme Position der Unsichtbarkeit.

Unsichtbares Komitee - AN UNSERE FREUNDE - Verlag Edition Nautilus.

 

Die Aufstände sind gekommen – das Unsichtbare Komitee ist zurück, mit einem Bericht über eine Welt in Bewegung und einer Anleitung zur Revolution

Der kommende Aufstand entfachte eine breite und kontroverse internationale Debatte. Seitdem haben die Mitglieder und Freunde des Unsichtbaren Komitees weiter gekämpft, sich organisiert, sind in alle Ecken der Welt gereist – dorthin, wo sie Feuer fing – und haben mit Freunden aus vielen Ländern diskutiert: in Tunesien, Griechenland, der Türkei, Syrien, Quebec, Brasilien, Schweden, Israel, England, in Deutschland usw. An unsere Freunde ist unmittelbar aus dieser Bewegung heraus geschrieben. Die Worte kommen aus dem Herzen der Unruhen und richten sich an jene, die noch stark genug an das Leben glauben, um zu kämpfen.

An unsere Freunde ist ein Bericht über den Zustand der Welt und der Bewegung, ein wesentlich strategischer und offen parteiischer Text. Sein politischer Ehrgeiz ist maßlos: Er will eine von unserer gesamten Epoche geteilte Verständlichkeit schaffen, trotz der gegenwärtigen äußersten Verwirrung.

BYUNG-CHUL HAN - PSYCHOPOLITIK Neoliberalismus und die neuen Machttechniken - Verlag S.Fischer.

 Kritik am Neoliberalismus.

Pointiert legt er die Herrschafts- und Machttechnik des neoliberalen Regimes dar, die im Gegensatz zu Foucaults Biopolitik die Psyche als Produktivkraft entdeckt. Han beschreibt die neoliberale Psychopolitik in all ihren Facetten, die in eine Krise der Freiheit führt.
Im Rahmen dieser Analytik der neoliberalen Machttechnik werden darüber hinaus eine erste Theorie von Big Data und eine luzide Phänomenologie der Emotion vorgelegt. Sein neuer fulminanter Essay entwirft jedoch auch Gegenmodelle zu einer neoliberalen Psychopolitik: reich an Ideen und voller Überraschungen.

Gabriel Kuhn - Jenseits von Staat und Individuum - Individualität und Autonome Politik - Verlag-Unrast.

Gabriel Kuhn - Vielfalt-Bewegung-Widerstand - Texte zum Anarchismus - Verlag-Unrast.

Niels Boeing - ALLES AUF NULL - Gebrauchsanweisung für die Wirklichkeit - Verlag Edition Nautilus.

FRANZ JOSEF WETZ - Rebellion der Selbstachtung - Gegen Demütigung - Verlag Alibri.

In seinem erstmalig 1975 erschienen und jetzt um zwei Beiträge erweiterten Buch fordert Ivan Illich eine Begrenzung des Wachstums nicht nur aus ökologischen Gründen, sondern vor allem mit dem Ziel, den Menschen wieder zu einem autonomen Wesen werden zu lassen. Illich formulierte hier nicht nur erste Elemente einer allgemeinen Theorie der Industrialisierung, sondern legte zudem eine radikale Kritik der Institutionen und der Expertenzünfte vor.

Verlag C.H.Beck

DAVID ABRAM - Im Bann der sinnlichen Natur. - Die Kunst der Wahrnehmung und die Mehr-Als-Menschliche Welt - Verlag think OYA.

Philosophie zum „Anfassen“ und ohne Denk-Tabus

Seit Charles Darwin wissen wir: Wir sind kaum mehr als »nackte Affen«. Und doch erklären wir uns moralisch gern zu höheren Wesen. Aber was wäre, wenn uns gerade die Unterscheidung in Gut und Böse ins Unglück stürzte? Wenn es uns ohne Moral besser ginge? Michael Schmidt-Salomon, streitbarer Kämpfer gegen den Geist unserer Zeit, entlarvt den freien Willen und die religiös verankerte Aufteilung in Gut und Böse als Illusionen. Ein provokatives Buch mit einer wahrhaft erlösenden Botschaft – die erstaunliche lebenspraktische und gesellschaftliche Folgen hat.

Verlag - Piper

CYBERTRIBE - VISIONEN

Musik ist ein wesentlicher Bestandteil des täglichen Lebens. Sie transportiert Einstellungen, prägt Empfindungen und spiegelt Entwicklungen. Entsprechend soll ”Der Kampf um die Träume” über die Beschreibung und die Auseinandersetzung mit verschiedenen kulturellen Erscheinungen hinausgehend auch dazu anregen, die eigenen Hörgewohnheiten zu hinterfragen und gegebenfalls hinsichtlich eines kritischen Umgangs mit der Musik bzw. generell im Sinne einer bewußteren Wahrnehmung zu verändern. - Als einen Schritt auf dem langen Weg zur Verwirklichung der Träume...

Verlag Nachtschatten
KOMISTA

ARNO GRUEN - "Ich will eine Welt ohne Kriege" - Verlag Klett-Cotta.

ARNO GRUEN - Dem Leben entfremdet. - Warum wir wieder lernen müssen zu empfinden.

Verlag - Klett-Cotta.

Wer nicht weiß, wofür er lebt, hat auch keine übergeordnete
Orientierung, die ihm hilft, seinen Weg ihm Leben zu finden.
Wer aber weiß, was er will, lässt sich auch nicht von anderen
einreden, was er alles braucht, um glücklich zu sein.
Jeder Mensch, der etwas gefunden hat, das seinem Leben Sinn
verleiht, eignet sich nicht mehr als Objekt für all jene, die
ihm einreden wollen, was er sonst noch alles gebrauchen könnte.
Der fliegt nicht "just for fun" in die Südsee, der braucht kein
tolles Auto, der braucht so gut wie nichts von alldem, was ihm
von allen Seiten angeboten wird. Der ist als willfähriger
Konsument und Schnäppchenjäger ein Totalausfall.
Er selbst hat damit kein Problem, aber diejenigen, die davon leben,
dass sie Produkte verkaufen, die er nicht braucht, schon.
Und als begeisterter Anhänger einer politischen Partei ist so
einer auch nicht zu gewinnen. Und die Anzeigen in den Zeitungen
und die Werbespots im Fernsehen schaut der sich nicht einmal an.
Deshalb ist die Vorstellung, es könne außer dem, was sie anbieten,
etwas geben, was allen Menschen wirklich wichtig ist, der pure
Horror für alle Werbestrategen und für all jene, die vom Verkauf
von Produkten leben, die nur jemand zu brauchen glaubt, der
nicht weiß und sich vielleicht noch nie gefragt hat, was er mit
seinem Leben anfangen, wofür er leben will.
Möglicherweise ist die Sinnfrage sogar genau aus diesem Grund
zu einem Tabu in unserer Konsumgesellschaft geworden.

GERALD HÜTHER - Etwas mehr Hirn, bitte - Eine Einladung zur Wiederentdeckung der Freude am eigenen Denken und der Lust am gemeinschaftlichen Gestalten.
Verlag Vandenhoeck & Ruprecht.

Johannes Heimrath - Die POST-KOLLAPS-GESELLSCHAFT - Wie wir mit viel weniger viel besser leben werden - und wie wir uns schon heute darauf vorbereiten können.
Verlag - Scorpio

Hans-Joachim Maaz - Die narzisstische Gesellschaft - Ein Psychogramm - Das GIER-SYNDROM.
Verlag dtv

Innerhalb der libertären Traditionen existieren genügend Anregungen, die Welt anders zu organisieren. Den Kapitalismus kritisch zu analysieren, um ihn zu überwinden. Utopisch-Revolutionär und konkret-pragmatisch, naturnah und technikversiert, Kopfarbeit und Handarbeit schliessen sich nicht aus. Mit Beiträgen von David Graeber, Vandana Shiva, Osvaldo Bayer, Thomas Wagner, Frans De Waal, Ilija Trojanow und vielen anderen...

Verlag Edition Nautilus.

NOAM CHOMSKY - OCCUPY!
Radikale Interventionen zur Occupy-Bewegung in den USA.
Noam Chomsky hat sich bei verschiedenen Gelegenheiten zu den Occupy-Bewegungen geäußert. Der vorliegende Band vereint erstmals Abschriften dieser Veranstaltungen in einer deutschen Übersetzung.
Verlag - Unrast.

"Antisemit, das geht nicht unter Menschen" - Anarchistische Poitionen zu Antisemitismus, Zionismus und Israel. Band 1: Von Proudhon bis zur Staatsgründung.
Verlag Edition AV.

"Antisemit, das geht nicht unter Menschen"

Band 2:

Von der Staatsgründung bis heute.

Herausgegeben von Jürgen Mümken und Siegbert Wolf

Verlag Edition AV.

Zygmunt Baumann
WIR LEBENSKÜNSTLER

Wie sollen wir leben?
Worin besteht das Glück?
Verlag Edition Suhrkamp

Peter Kropotkin - Gegenseitige Hilfe

Gegenseitige Hilfe, ein Naturgesetz und wesentlicher Faktor der fortschreitenden Entwicklung * Gegenseitiger Schutz bei kleinen Vögeln * Natürliche Hemmungen der Übervermehrung * Die großen Wanderungen * Afrikanische Stämme * Ähnlichkeit und Verschiedenheit unter den mittelalterlichen Städten * Die Markgenossenschaft: ihr Widerstand gegen die Abschaffung von Seiten des Staates * Gegenseitige Hilfe bei Streiks * Gegenseitige Hilfe in den Arbeitervierteln.
Die letzten Ausgaben der Trotzdem Verlags
findet mensch beim Alibri-Verlag.

"Anarchismus Hoch Zwei" ist eine Sammlung von Interviews.
Karin Kramer Verlag

Erich Mühsam

Befreiung der Gesellschaft vom Staat!
Erich Mühsam
Ordnung und Freiheit
. In Anarchie leben, in Anarchie wirtschaften heißt, dem Leben und der Wirtschaft die Ordnung der Freiheit schaffen. Das nämlich ist die Erkenntnis der anarchistischen Lehre: es gibt keine Ordnung ohne Freiheit, und Staat und Zentralismus, Autorität und Macht sind nicht allein unvereinbar mit aller Freiheit, sie sind unvereinbar mit aller wirklichen Ordnung im lebendigen Gesellschaftsgeschehen.

KARIN KRAMER VERLAG

***JETZT ODER NICHTS – der provokante Gesellschaftsentwurf der international bekannten Bestsellerautorin Naomi Klein (›NoLogo‹ und ›Die Schock-Strategie‹)***

S.Fischer Verlag

In seinem erstmalig 1975 erschienen und jetzt um zwei Beiträge erweiterten Buch fordert Ivan Illich eine Begrenzung des Wachstums nicht nur aus ökologischen Gründen, sondern vor allem mit dem Ziel, den Menschen wieder zu einem autonomen Wesen werden zu lassen. Illich formulierte hier nicht nur erste Elemente einer allgemeinen Theorie der Industrialisierung, sondern legte zudem eine radikale Kritik der Institutionen und der Expertenzünfte vor.
wieder zu einem autonomen Wesen werden zu lassen. Illich formulierte hier nicht nur erste Elemente einer allgemeinen Theorie der Industrialisierung, sondern legte zudem eine radikale Kritik der Institutionen und der Expertenzünfte vor.
VERLAG C.H.Beck

Demokratie!
Wofür wir kämpfen

Finanz- und Umweltkrisen haben gezeigt: Die Welt braucht eine neue politische Ordnung. In ihrer Streitschrift entwerfen Michael Hardt und Antonio Negri den Weg dorthin. Inspiriert von den weltweiten Protestbewegungen beschreiben sie das Projekt einer Demokratie von unten: Wenn wir uns den Schulden verweigern, aus der Überwachung befreien, neue Netze politischer Information schaffen und die entleerte repräsentative Demokratie durch lebendige Formen der Beteiligung ersetzen, können wir eine neue Verfassung begründen. Eine, in der Wasser, Banken, Bildung und andere Ressourcen »commons«, Gemeingüter sind. Auf diesem Weg können wir die Folgen der Finanzkrise, die drängenden Umweltprobleme und die wachsende soziale Ungleichheit überwinden.
Verlag Campus

Dieses Buch erzählt davon, wie nach dem Ende des Kalten Kriegs ein neuer Kalter Krieg im Herzen unserer Gesellschaft eröffnet wird. Es ist die Geschichte einer Manipulation: Vor sechzig Jahren wurde von Militärs und Ökonomen das theoretische Model eines Menschen entwickelt. Ein egoistisches Wesen, das nur auf das Erreichen seiner Ziele, auf seinen Vorteil und das Austricksen der anderen bedacht war: ein moderner Homo oeconomicus. Nach seiner Karriere im Kalten Krieg wurde er nicht ausgemustert, sondern eroberte den Alltag des 21. Jahrhunderts. Aktienmärkte werden heute durch ihn gesteuert, Menschen ebenso. Er will in die Köpfe der Menschen eindringen, um Waren und Politik zu verkaufen. Das Modell ist zur selbsterfüllenden Prophezeiung geworden. Der Mensch ist als Träger seiner Entscheidungen abgelöst, das große Spiel des Lebens läuft ohne uns.

Verlag Blessing

Dieses Buch erzählt davon, wie nach dem Ende des Kalten Kriegs ein neuer Kalter Krieg im Herzen unserer Gesellschaft eröffnet wird. Es ist die Geschichte einer Manipulation: Vor sechzig Jahren wurde von Militärs und Ökonomen das theoretische Model eines Menschen entwickelt. Ein egoistisches Wesen, das nur auf das Erreichen seiner Ziele, auf seinen Vorteil und das Austricksen der anderen bedacht war: ein moderner Homo oeconomicus. Nach seiner Karriere im Kalten Krieg wurde er nicht ausgemustert, sondern eroberte den Alltag des 21. Jahrhunderts. Aktienmärkte werden heute durch ihn gesteuert, Menschen ebenso. Er will in die Köpfe der Menschen eindringen, um Waren und Politik zu verkaufen. Das Modell ist zur selbsterfüllenden Prophezeiung geworden. Der Mensch ist als Träger seiner Entscheidungen abgelöst, das große Spiel des Lebens läuft ohne uns.

Verlag Blessing

Sowohl mit Beifallsstürmen bedacht als auch ausgebuht ist es John Holloway mit seiner Streitschrift gelungen, eine breite und lang andauernde, internationale Debatte anzustoßen, die an Lebhaftigkeit ihresgleichen sucht.
Verlag WESTFÄLISCHES DAMPFBOOT

KAPITALISMUS AUFBRECHEN!

John Holloway
Wie erschaffen wir eine andere Welt? Indem wir den Kapitalismus aufbrechen: Risse erzeugen, Augenblicke und Räume des Widerstands, in denen wir das Recht auf eine andere Art zu handeln, geltend machen. Das ist, was wir jetzt schon tun – jeden Tag – überall.
Verlag Westfälisches Dampfboot

Michel Foucault
ÜBERWACHEN und STRAFEN
Marter, Bestrafung, Disziplin, Gefängnis – das sind die vier großen Themen in Michel Foucaults erfolgreichem und fesselndem Buch über die Geburt des Gefängnisses, mit dem er eine schonungslose Inventur der Entwicklung der Gefängnis- und Bestrafungsstrukturen seit Mitte des 19. Jahrhunderts vornimmt und die modernen Gesellschaften als »Disziplinargesellschaften« ausmacht.

Verlag Editon Suhrkamp

Pierre Bourdieu
Sozialer Sinn
Wir ertragen nur schwer die Analysen von Soziologen, wenn sie unsere Verhaltensweisen in der Perspektive von Regeln oder von Ritualen beschreiben. Gleichwohl erheben wir in der Regel keine Einwände, wenn Ethnologen in dieser Weise über sogenannte primitive Völker sprechen. Warum sind wir dann, wenn es sich um andere handelt, spontan objektivistisch? Und warum nehmen wir für uns selbst und uns allein das Privileg von Freiheit und von Subjektivität in Anspruch?

Verlag Edition Suhrkamp

HELENO SANA
Macht ohne Moral

Eine Neue Weltordnung mit Frieden, Demokratie und allgemeinem Wohlstand verkündeten die westlichen Sieger nach dem Untergang des Realsozialismus. Was daraus geworden und in welche Sackgasse die Menschheit stattdessen geraten ist, läßt sich Tag für Tag den Nachrichten entnehmen. Die historischen und aktuellen Hintergründe dieser verfahrenen Situation aufzudecken und ihren politischen, wirtschaftlichen, sozialpsychologischen und moralischen Ursachen auf die Spur zu kommen, unternimmt Heleno Saña mit seinem neuen Buch. Es rechnet schonungslos mit der bestehenden Weltordnung und ihren Mächtigen ab. Sein Fazit: Vom herrschenden kapitalistischen System ist kein Beitrag zur Befreiung von materieller Not, Entfremdung, sozialer Ungerechtigkeit, Gewalt und Krieg zu erwarten, dieses System ist selbst das Problem. Die überfällige Umkehr ist nur mit einem neuen Lebens-, Gesellschafts- und Zivilisationsmodell möglich.

Verlag PapyRossa

PERMAKULTUR

In diesem Praxisbuch erklärt Sepp Holzer die Prinzipien seiner Permakultur und zeigt, wie sie praktisch schon im Kleingarten, ja sogar im Balkongarten umgesetzt werden kann. Darüber hinaus macht er an vielen Beispielen deutlich, wie auch die erwerbsmäßige Landwirtschaft nach diesen Prinzipien gestaltet werden kann und welche Alternativen es hier gibt.
Verlag - Leopold Stocker
Ilija Trojanow / Juli Zeh
Angriff auf die Freiheit

Nicht nur Google und Facebook, die Wirtschaft, auch der Staat, alle sind scharf auf private Daten. Eine Streitschrift gegen den Ausverkauf der Privatsphäre.

Verlag dtv

Albert Camus’ Romane, seine Dramen sowie seine Essays über Philosophie und Politik kreisen um die allerwichtigsten Themen des Menschen: um Schuld, Verantwortung und immer wieder um Freiheit. Seine Werke, etwa Die Pest, Der Fremde, Der Mythos des Sisyphos und Der Mensch in der Revolte, sind Klassiker.

Verlag Reclam

Bereits 1940 lernte Camus Rirette  Maîtrejean, eine der bedeutendsten damaligen französischen Anarchistinnen, kennen. Mit jungen libertären AktivistInnen diskutierte er 1948 über ein gemeinsames Verständnis der damaligen Welt. 1949 schrieb Camus dann seinen ersten Artikel in der anarchistischen Presse – damit begann eine Zusammenarbeit, die bis zu seinem Tod fortdauerte. Sie war durch starke persönliche Freundschaften besiegelt, die von gegenseitiger Wertschätzung, Herzlichkeit und Verbundenheit über gemeinsame Kämpfe gekennzeichnet war.
Verlag LAIKAtheorie

„Die Utopie ist die Wahrheit von morgen“ (Victor Hugo) – Gerhard Stange macht sich in diesem Manifest Gedanken darüber, wie eine freiheitliche und solidarische Gesellschaft auf den wesentlichen Feldern des gesellschaftlichen Lebens organisiert sein könnte, um eine tragfähige Alternative zum Kapitalismus hervorzubringen.

Verlag DIE BUCHMACHEREI

"Occupy Wall Street!" Mit diesem Aufruf besetzt im September 2011 eine Gruppe von Aktivisten den Zuccotti-Park im New Yorker Finanzdistrikt. Sie wollen friedlich gegen die Finanzmärkte und Banken, die ungerechte Verteilung der Vermögen sowie die Untätigkeit der Politik demonstrieren. Was steckt hinter dieser Bewegung, die in kurzer Zeit Millionen Menschen rund um den Globus mobilisiert? Was steckt hinter den Guy-Fawkes-Masken der Besetzer? Was steckt hinter ihrem Mut und ihrem Zorn? Der Vordenker und Aktivist David Graeber berichtet aus erster Hand, wie alles begann, wie die Bewegung stark werden konnte und warum dies erst der Anfang ist.

Verlag CAMPUS

Der Anarchismus und seine Ideale ist eine Einführung in den Anarchismus, die unserer Zeit gerecht wird.

Cindy Milstein
Verlag UNRAST

Charles Eisenstein
Die Renaissance der Menschheit

Ökologische und spirituelle Bewegungen, wohltätige Spenden oder vernünftige Mülltrennung – reicht das aus, um unsere Welt zu retten? Nein, sagt Charles Eisenstein nach jahrzehntelanger Forschung im Bereich der ganzheitlichen Wissenschaften, der gute Wille zählt allein nicht. Denn das Problem liegt in unserer Separation von der Welt. Die einzige wirkliche Rettung ist, dass wir uns wieder als Einheit fühlen und ein ganzheitliches Menschenbild entwickeln. Ein faszinierendes Commitment an die Welt, das unser Denken und Handeln in der Welt von Grund auf verändern wird.

Verlag Scorpio

Der libertäre Kommunalismus ist ein vor allem in den USA entwickelter anarchistischer Ansatz, der die Gesellschaft dezentralisieren und über miteinander vernetzte (Klein)Städte organisieren möchte. Wichtige VordenkerInnen dieses Ansatzes sind Murry Bookchin (siehe Bild, 2006 verstorben) und Janet Biehl. Bookchin hatte dabei die Polis der griechischen Städte des Altertums mit ihren Bürgerversammlungen als Vorbild für seine direkt-demokratischen Vorstellungen. Seine Ideen beeinflussten die amerikanische Ökologiebewegung ebenso, wie die "Antiglobalisierungsbewegung". Allgemeine Prinzipien des "libertären Kommunalismus" sind jene der Nicht-Hierarchie, der Kooperation, der direkten Demokratie, der sozialen Gerechtigkeit und der Ökologie.

Verlag TROTZDEM

Als Kind und junger Mann erlebte Sebastian Haffner den Ersten Weltkrieg, die galoppierende Inflation 1923, die Radikalisierung der politischen Parteien, den unaufhaltsamen Aufstieg der Nationalsozialisten. Ohne politisch oder rassisch verfolgt zu sein, emigrierte er 1938. Aus dem Nachlaß sind nun die Erinnerungen seiner ersten drei Lebensjahrzehnte veröffentlicht, 1939 in England zu Papier gebracht.
Aus der Distanz des Exils und zugleich unter dem Eindruck des unmittelbar Erlebten blickt der junge Haffner enorm hellsichtig und zugleich nüchtern auf die sich anbahnende Katastrophe. Ohne Eitelkeit, doch mit feiner Ironie und einem gelegentlichen Aufflackern von Zorn beschreibt er die Jahre zwischen 1914 und 1933, spiegelt das Politische im Individuellen, benennt Gründe für seine persönliche Entwicklung und die seines Volkes. Wer das Verhängnis sehen wollte, erkannte es schon vor 1933!

Verlag dtv

Die zwölf Kapitel des Romans handeln vom Leben und Sterben des spanischen Metallbauers Buenaventura Durruti, der nach einer militanten und abenteuerlichen Jugend zur Schlüsselfigur der spanischen Revolution von 1936 geworden ist.

Verlag Suhrkamp

Anarchismusreflexionen
Zur kritischen Sichtung des anarchistischen Erbes
Gespräche
Herausgegeben von Philippe Kellermann
11 Interviews mit Martin Baxmeyer, Torsten Bewernitz, Roman Danyluk, Sebastian Kalicha, Jens Kastner, Gabriel Kuhn, Jürgen Mümken, Wolf-Dieter Narr, Antje Schrupp, Peter Seyferth, Siegbert Wolf.

Verlag Edition AV

Schwarze Flamme ist eine Geschichte der Gegenmacht: die Südafrikaner Lucien van der Walt und Michael Schmidt legen eine umfassende Systematik und internationale Geschichte des Anarchismus und eine Auseinandersetzung mit Kernfragen wie Organisierung, Strategie und Taktik vor.
Ein Standardwerk zur Theorie und Praxis des weltweiten Anarchosyndikalismus der letzten 150 Jahre!
Verlag Edition Nautilus

Volin

DIE UNBEKANNTE REVOLUTION

Der russische Revolutionär und Anarchist analysiert hier die Vorgeschichte und den Ablauf der Oktoberrevolution, zerpflückt mit Hilfe von Dokumenten verbreitete Lügen über den Aufstand von Kronstadt und eröffnet den Blick für die kaum bekannten Bauernkämpfe in der Ukraine. Seine Analyse eröffnet einen Zugang zur sozialen Revolution aus dem „Gedächtnis der Besiegten“ und macht begreifbar, warum der Bolschewismus selbst, und nicht erst seine stalinistischen Exzesse, zum Problem der sozialen Emanzipationsbewegungen Russlands und der Ukraine wurde.

Verlag Die Buchmacherei

Sam Dolgoff
Anarchistische Fragmente
Memoiren eines amerikanischen Anarchosyndikalisten

Ich habe diese Memoiren geschrieben, in der Hoffnung, dass meine Erinnerungen zumindest einen bescheidenen Beitrag zur Geschichte der anarchistischen Bewegung Amerikas leisten. Dies ist keine systematische Arbeit. Ich habe meine Erfahrungen und Eindrücke so aufgeschrieben, wie ich sie in Erinnerung hatte, aber ich hoffe, dass die Leserschaft kleinere Fehler einkalkuliert, die zu erwarten sind, wenn jemand fast 83 Jahre alt ist und die „Suche nach der verlorenen Zeit“ nicht immer zu einem absolut korrekten Ergebnis führt. Es war zuerst geplant, dass diese Memoiren ins Detail gehen sollten. Aber das Alter, Gedächtnisschwäche, fehlende Unterlagen und die Kosten ließen ein so umfangreiches Projekt wenig ratsam, ja so gut wie unmöglich erscheinen. Ich habe mich daher auf das Zusammentragen  sozusagen Skizzieren  der wichtigsten Ereignisse beschränkt.

Verlag Edition AV

Über 40 Jahre lang stand Howard Zinn in der ersten Reihe des sozialen Wandels in Amerika, vom Hörsaal des ausschließlich von schwarzen Frauen besuchten Spelman College in den 1950er Jahren über die Bewegungen gegen den Vietnam-Krieg in den 1960ern bis zu seiner scharfen Kritik am »Krieg gegen den Terror«. Mit dieser Autobiografie ist ein bewegendes Porträt seiner Epoche entstanden.

Verlag Edition Nautilus

Diese neuartige »Fibel des Klassenkampfes« erschien 1967 mit einem Skandal und wurde umgehend zum meistgeklauten Buch Frankreichs. Mit leidenschaftlicher Subjektivität und radikaler Kritik der bestehenden Verhältnisse verknüpft diese umfassende Kritik der modernen Formen der Entfremdung die Bereiche Politik, Kunst und Alltagsleben zu einer explosiven Mischung, die 1968 zum Ausbruch kam.

Verlag Editon Nautilus

Eine große Stärke von Uri Gordon ist sein souveräner Umgang mit den Begrifflichkeiten, mit denen sich die aktuellen anarchistischen Strömungen fassen lassen. Einer der wichtigsten Begriffe ist in diesem Zusammenhang der der „vorwegnehmenden Politik“, der eng mit dem der direkten Aktion verbunden ist.

Verlag Editon Nautilus

Sozialrebell, Geldfälscher, Bandit, moderner Robin Hood – die Liste der Titel, mit denen Lucio Urtubia beehrt wurde, ist lang. Sein Leben, das wie ein Abenteuerroman klingt, ist ein Spiegel der revolutionären Bewegungen Europas in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Verlag Assoziation A

Das Buch wendet sich an alle, die Veränderung wollen und dafür Anregungen suchen. Es richtet sich sowohl an am Kommuneleben interessierte Personen als auch an diejenigen, die bereits in solchen Gemeinschaften leben. Die Autor*innen möchten dazu anstiften, andere Lebensformen auszuprobieren, und geben Einblick in ihren konkreten Alltag und die Diskussionen, von denen er geprägt ist.
Verlag Assoziation A

In dem Buch, «Antifa – Geschichte und Organisierung», verfolgen die Autor_innen die Vorläufer, Theorien und Praktiken der linksradikalen Antifaschist_innen und erläutern konkret die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der gegenwärtigen Ausprägungen, wie Antideutsche, Antinationale oder Bewegungslinke.

Verlag Schmetterling in der Reihe theorie.org

Der Blick in die Vergangenheit fällt meist nur auf diejenigen, die "im Lichte stehen" große Geschichte ausgetragen wurde. Sie finanzierten durch ihre oft erpressten Abgaben den gehobenen Lebensstil der Oberschicht. Sie waren es, die am meisten unter den Kriegen litten, welche von den gekrönten Häuptern - von jenen des Mittelalters bis zu denen des wilhelminischen Reichs -aus eigennützigem Machtkalkül geführt wurden und die - von den Fuggern bis zu den Schlotbaronen - oft nur der Besitzvermehrung der Wohlhabenden dienten. Die unterschiedlichen Kriegsziele der Herrscherhäuser und die ständig wechselnden Kriegskoalitionen waren für das gemeine Volk meist unverständlich und nur insoweit von Bedeutung, als dass es dafür mit Leib und Gut bezahlen musste.

Verlag Steidl

 

Cornelius Castoriadis
Kapitalismus als imaginäre Institution


Band 6


Cornelius Castoriadis
Psychische Monade und autonomes Subjekt


Band 5


Cornelius Castoriadis
Philosophie, Demokratie, Poiesis


Band 4


Cornelius Castoriadis
Das imaginäre Element und die menschliche Schöpfung


Band 3


Cornelius Castoriadis
Vom Sozialismus zur autonomen Gesellschaft

Gesellschaftskritik und Politik nach Marx

Band 2.2

 


Cornelius Castoriadis
Vom Sozialismus zur autonomen Gesellschaft

Über den Inhalt des Sozialismus

Band 2.1

 


Cornelius Castoriadis
Autonomie oder Barbarei


Band 1

Verlag Editon AV

„Je mehr ich Bakunin studiere, erfasse ich seine große revolutionäre Klarheit und die Tiefe seines sozialen Verständnisses. Ich glaube, daß er selbst in unseren Reihen nicht hinlänglich gewürdigt wird. Man sieht in ihm gewöhnlich einen großen Revolutionär, einen Rebell von Ausnahmsgröße, dessen Geist von Freiheitsliebe glühte, und der nach Aktion dürstete. Er besaß tatsächlich diese charakteristischen Züge, aber sie erschöpfen sein Wesen keineswegs. Bakunin stellt die seltene Kombination eines philosophischen Geistes und revolutionärer Intuition vor, die ihm die richtige und gründliche Beurteilung von Lage und Verhältnissen ermöglichte, und die von innigster Zielbewußtheit und unbeugsamem Willen gestützt war.“ Alexander Berkman (1926)

Michael Bakunin
Staat, Erziehung, Revolution

Ausgewählte Texte. 1869-1871

Verlag Edtiton AV

Vor dem Hintergrund der schwersten Krise des Kapitalismus nach dem Zweiten Weltkrieg kam es an unterschiedlichen Orten zu Protesten, Streiks und Unruhen. So unterschiedlich die Motive und Zusammensetzung der Beteiligten waren und sind, so verschieden sind die Mittel der Protestbewegung, sich Gehör zu verschaffen.
"Nach der ersten Runde von Krisenprotesten und Occupy-Bewegung folgt deren Aufarbeitung und Beschreibung in Buchform.(...)

Verlag UNRAST

Eine Biographie über Buenaventura Durruti, eine der legendärsten Gestalten des 20. Jahrhunderts, die einem großen Abenteuerroman in nichts nachsteht.

Verlag Edition Nautilus

Was Ekkehart Krippendorff selbst bei seinem Rückgang in die eigene Geschichte entdeckte oder erinnerte, schien ihm nicht zuletzt auch zeitgeschichtlich mitteilenswert. Es sind daraus zehn in sich geschlossene und zugleich "durcheinandergeschränkte" Autobiographien, eben "Lebensfäden", geworden: Krieg, Theater, Universitäten, Nazismus, Amerika, Juden, Italien, DDR, Musik, Religion - und ein historischer Epilog, der die bis ins 14. Jahrhundert zurückverfolgbare Familiengeschichte als Mikro-Spiegel deutscher Geschichte lesbar macht.

Verlag Graswurzelrevolution

Anstatt für eine sozialrevolutionäre Überwindung kapitalistischer Vergesellschaftung zu kämpfen wird, der sozialdemokratische Reformkapitalismus im Gewand des Sozialstaates verteidigt.
JÜRGEN MÜMKEN - ANARCHISMUS UND PHILOSOPHIE Textsammlung - Verlag Edition AV
Seite 35.

Der Dialog beginnt, wo die Diskussion aufhört.

Der Dialog ist eine neue Form des Gesprächs. Hier werden weniger Argumente ausgetauscht, sondern Horizonte eröffnet. Der Dialog ist eine Chance, Neues zu entdecken, keine Garantie, Altes zu bewahren.

Der Physiker David Bohm, von dem Einstein sagte, er sei der einzige, der über die Quantentheorie hinauskommen könne, war nicht nur ein berühmter Naturwissenschaftler, sondern auch ein Philosoph im ursprünglichen Sinne. Er gab dem Gespräch, dem Dialog seine Tiefe zurück, die ihm im Zeitalter der Kommunikation und Diskussion abhanden gekommen ist.

Besprechung, Meeting, Gesprächsrunde nennt man heute Versammlungen, in denen Standpunkte vorgestellt, Argumente ausgetauscht, Positionen verteidigt, Gedanken ausgeführt und Theorien angerissen werden. Der Zweck solcher Gespräche ist es, den Status quo der Differenzen zu klären, sich auf Ziele zu einigen und Unstimmigkeiten auszuräumen.

David Bohm hat die Erfahrung gemacht, daß all dies gut gemeint ist, aber nicht reicht, um einen wirklichen Schritt nach vorne zu kommen. Statt der Diskussion fordert er den Dialog, verstanden nicht als ein freundliches Gespräch miteinander, sondern als ein Horizonte öffnendes Aufeinanderzugehen. Ein Dialog ist ein grundsätzlich gelungenes, die Teilnehmer mit wirklich neuen Erfahrungen und Erkenntnissen belohnendes Gespräch.

Verlag - Klett-Cotta

 

Wer weiterlesen will? - Linke Sparte:

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 A-Fahne

 

 

"Die subversive Page!  - Für subversive Menschen!" Ich bin kein Pessimist. Es wird eine "Revolution" kommen, die größer sein wird als die "Französische Revolution". (Oscar Niemeyer)

Durch untätige Akzeptanz korrumpierst du alles, was gut ist, zerstörst alles, was atmet. Indem du ihnen diesen Alptraum aufhalst, willigst du ein, die künftigen Ungeborenen zu verbrennen.

"Lasset die Kinder und wehret ihnen nicht, zu mir zu kommen..."

Anarchy - Fotografie - anarchy-photography …

https://www.geroldflock-photography.de

 

Indem du dich weigerst gegen die gemeinen Gefahren vorzugehen,
machst du dich des vorsätzlichen Mordes an unserem Planeten
und der sozialen Zerstörung schuldig.
Bist du so abgehoben von deiner Menschlichkeit, dass du das ge-
schehen lassen würdest? Bist du nur ein hilfloser Mitläufer und
schwenkst deine Fahne in stummer Billigung? Mach die Augen auf
und schau. Mach die Ohren auf und höre. Öffne deinen Verstand und
denke. Nimm dein Leben  in deine Hand und handle.
Es liegt an uns, den verantwortungsbewussten Bürgern dieser Erde,
den Fall der mächtigen Elite herbeizuführen. Sie hat entsetzliches
Elend herbeigeführt. Ihr Wahnsinn schließt von vorneherein alle Ver-
nunft und alles Mitleid aus. Sie lügen, betrügen und manipulieren. Sie
sind Maden im Fleisch der Anständigkeit, Geier, die die Hoffnung von
den Knochen nagen, Bringer von Hungersnöten, Krieg, Pest und Tod.
Man muss ihnen das Handwerk legen. Warum sollten Menschen
für den Irrsinn ihrer Anführer sterben? Warum sollten Menschen un-
ter der Gehässigkeit ihrer Gier leiden? Wir sollten uns nicht von Auto-
ritäten einschüchtern lassen, wie es anderen vor uns ergangen ist. Wir
müssen uns wehren, mit dem Bewusstsein, dass, wenn wir es nicht
tun, wir in unserer Verantwortung für das Leben selber versagt haben.
Wir kämpfen für die gerechte Sache. Es liegt an jedem einzelnen von
uns, sein Bestes zu geben. Wir müssen uns klar machen, dass die ein-
zige Kraft, die die Machthabenden über uns haben, diejenige ist, die
wir ihnen geben.

Du, der untätige Beobachter, hast ihnen die Macht gegeben. Du, und
nur Du, kannst sie auch wieder entziehen. Du wirst gebraucht und
missbraucht, und wirst abgelegt, sobald Du ausgeblutet bist und sie
dann haben, was sie wollen.
Du musst lernen, mit Deinem Gewissen, mit Deiner Moral, mit
Deinen Entscheidungen und mit Dir selbst zu leben. Nur Du kannst
das.
Es gibt keine Autorität außer Dir selbst.
Penny Rimbaud

Vergesst die organisierte Revolution, die ist bestenfalls hy-
potethisch und schlimmstenfalls ein weiterer zynischer, akademischer
Weg, um den einen Gewehrlauf durch einen anderen zu ersetzen. Mit
Träumen von Marx und Mao wird die ausweglose Situation nur noch
schlimmer, und die ganze Zeit dreht Bakuin Pirouetten im Grab.
Wo bleibt dabei der Ausdruck unserer inneren Freude? Wo die Kunst
unserer inneren Sehnsucht?

Penny Rimbaud

Verlass den Boden des Gesetzes, indem du dir dein eigenes machst.
Nur du weißt, was gut für dich ist. Vergiss deine Erziehung, die dich ge-
zwungen hat, dich als inadäquaten Wurm zu betrachten. Übe die Kunst
der Ablehnung, schlage dich nicht auf diese oder jene Seite, sondern auf
keine Seite. Schaffe dir einen eigenen moralischen Kodex: das ist das
einzige moralische Gebot, das irgendwas bedeutet. Trau dir das zu.

Wenn du dich von den Fesseln der auferlegten Autorität befreist,
wirst du im eigenen Interesse handeln statt für jenes Selbst, das vom
Staat definiert und konditioniert wurde. Dann und nur dann wirst du
keine Angst mehr haben zu handeln. Außerdem wirst du als freies
Individuum nicht nur für das Allgemeinwohl handeln sondern auch
als Allgemeinwohl, und nur dann werden deine Handlungen durch die
Lebenskraft gespeist.

Diese Revolution ist allein die deinige, ohne Grund und ohne Fol-
gen. Wir wurden vom Mainstream ausgestoßen und lehnen gemäßigte
Alternativen ab, wir sind Rebellen ohne Anlass. Wir machen keine
hypothetische Revolution. Frei von den Zwängen der Moralisten und
der Lästerer betreiben wir die völlige Rebellion der Seele. Also lasst uns
unsere Revolution "Rebullution" nennen, das klingt viel spaßiger.
Vive la rebullition!
Da stehe ich wieder mit dem Finger am Abzug und wieder muss ich
mich fragen, ob ich abdrücke? Die einfache Antwort ist "Ja", und dann
"Nein". Erwartet ihr wirklich eine eindeutige Antwort? Beurteilt nicht
die Worte, beurteilt die Folgen; dann schaut auf die Massengräber der
Geschichte.
Aber noch immer die verteufelte Frage: Wie kann man die mora-
lischen Folgen einer Handlung einschätzen, die jenseits moralischer
Betrachtungsweisen zu sein scheint? Stimmt, wir könnten den staat-
lichen Henker, die Erschießungskommandos der Geheimdienste fra-
gen, oder gar den Landser, aber ihre Antworten wären einseitig. Wir
sind dazu verdammt, mit dieser verwirrenden, kritischen Frage zu le-
ben, es sei denn, dass auch wir einseitig sind.

In der Zwischenzeit maschiert das Vierte Reich ungehindert wei-
ter, eine Kombination aus multinationalen Konzernen, liberalen kapi-
talistischen Regierungen und einer servilen, unterwürftigen Öffent-
lichkeit: die Armee der Anhänger des globalen Konsumdenkens. Diese
Armee ist für mehr Leid verantwortlich als jede andere Armee, die
je existiert hat. Ihre Taten umfassen Völkermord, politische Folter,
Umweltkatastrophen bis hin zur gedankenlosen Verschwendung von
Ressourcen. So wie unsere Gesellschaft aufgebaut ist, ist es fast un-
möglich,  nicht eingezogen zu werden.
Jeder, der im Dritten Reich passiv blieb, ist ein Nazi durch Mittäter-
schaft, so wie wir jetzt Mitläufer im Vierten Reich sind. Glaubt mir, sie
sind alle ein und dasselbe, und bis wir einen Weg finden, um uns zu
rehabilitieren, sind wir ein Teil davon.
Penny Rimbaud


Obwohl es kaum Vorbilder gibt, lehnen sich diejenigen, die dem Status
quo die Stirn bieten, entgegen aller Widrigkeiten auf.  Wir bemühen uns,
Alternativen aufzubauen, aber die heimtückische Macht der Medien macht
es einem sehr schwer, Grundlagen zu schaffen. Ihre Lügen und Verdrehungen
sind so extrem, dass dadurch alles vergiftet und korrumpiert wird.
Es stimmt zwar, dass ich mir meinen Weg in den kultruellen Blutkreislauf
erschleichen könnte, um dann aus dem Inneren des Biestes heraus zuzuschlagen,
aber ich weiß, das würde mich teuer zu stehen kommen.
John Lennon sagte: " They hate you when you´re clever and they despise a fool."
Er hatte Recht.
Gesellschaftlich anerkannte Intelligenz benötigt nur Konformismus und Kompromisse.
Und überhaupt, fällt es mir nicht schwer, die Erwartungen anderer Leute zu erfüllen, da
meine eigenen um so viel höher sind.
Kann mir jemand sagen, warum die Freundlichen und Sanften oft der Lächerlichkeit
preisgegeben werden, während die Engstirnigen und Leisetreter an die Macht gehievt
werden? Welche grauenhaften Perversionen haben stattgefunden, dass wir alle von
Narren regiert werden?
Lennon hat auch gesagt "all you need is love", aber genau wie Gandhi ist er jetzt tot.
PENNY RIMBAUD

Freiheit ist nur ein Traum, das erscheint so tragisch, aber die schrecklichen Ungleichheiten
des Lebens sorgen dafür, dass es auch so bleibt. Wie viel Raum gibt es für Selbstver-
wirklichung und persönliche Entfaltung, wenn mehr als die Hälfte der Menschheit am Ver-
hungern ist? Es gibt so viel, was ich hätte tun können, aber mit meiner Sehnsucht nach
Veränderung bin ich an diesem Fleck verwurzelt, sehe und fühle nur das Seufzen und
Sterben unseres trauigen, missbrauchten Planeten. Wenn es nur das Leiden wäre, hätte
ich Anteil daran nehmen können statt abseits zu stehen.
Penny Rimbaud

Eine Gesellschaft, die ihre Radikalen erniedrigt, ist eine dekadente
Gesellschaft, in der intellektuelle Selbstgefälligkeit und emotionale
Hohlheit bestimmen das Leben: die nicht sehr kurvenreiche Straße hin
zum Faschismus. Was vor einem Vierteljahrhundert praktische Reali-
tät war, ist nun in "Sperrgebiete", in speziell hergerichtete Zellen und
brutale Unterdrückung durch die Strafjustiz umgewandelt worden.
Auseinander gerissen und in alle Himmelsrichtungen verstreut sind
wir allein. Also warum sollten wir uns durch die gemeinsame Angst
nicht wieder verbunden fühlen? Warum uns durch die Wut vereinzeln
lassen? Soll jeder für sich selbst kämpfen? Da die Bedeutung jeder ein-
zelnen Frage von ihrer Beziehung zum Ganzen abhängt, verliert sie,
vom Ganzen isoliert, an Relevanz. So betrachtet ist Politik, die sich um
einzelne Fragen dreht, konterrevolutionär, eine beschränkte Antwort
auf die universelle Natur der Unterdrückung. Es geht doch um Alles
oder Nichts.
Warum vom Staat erwarten, dass er unsere Probleme löst? Warum
sich beschweren, dass dies und das nicht für uns getan wird? Es reicht
nicht, höflich nachzufragen, ob diese Straße nicht auch woanders ge-
baut werden könnte und dabei die Autotür trotzig zuzuknallen.
Die Heuchelei in unserem Leben ist das dünne Eis unserer Moral.
Wir flattern zielos von einer Möglichkeit aus dem Katalog sozialer
Lügen zur anderen, wir erlauben, dass moralische Fragen von Politi-
kern nach ihrer wirtschaftlichen Zweckmäßigkeit entschieden werden.
Aber Moral kann weder an der Wahlurne noch durch die Konfession
ausgedrückt werden; sie ist das unabdingbare Recht eines jeden Men-
schen, eine persönliche Verantwortung, die tief in der Seele festgelegt
werden muss. Vergiss sie. "Vergiss uns". Schau dich selber an, alles an-
dere ist kulturell bedingtes, stillschweigendes Einverständnis.
Wenn die totale Zerstörung des Staats und seiner Autorität den
einzigen Weg aus der sozial ausweglosen Situation bietet, dann muss
die Vernunft außer Kraft gesetzt werden. Vernunft ist die Domäne der
Akademiker, ein politisches Werkzeug, mit dem die Radikalen gefesselt
werden. Vernünftig mit dem Staat zu diskutieren bedeutet, mit ihm
unter einer Decke zu stecken. Vernunft ist von Natur aus kontrapro-
duktiv, konterrevolutionär und, was noch wichtiger ist, unkreativ.
Welcher wahre Künstler versucht seine Arbeiten zu erklären? Das
Werk ist die Erklärung; alles weitere ist bloße Bewusstmachung. Revo-
lution, analog zur Kunst, passiert oder passiert nicht, sie stellt dar, was
sie darstellt. Keine weiteren Fragen.
Totale Revolution ist nur durch die völlig subjektive Überzeugung
möglich, dass keiner es besser weiß als man selbst. Das ist die einzige
Wahrheit, auch wenn es sich unbegründet und unvernünftig anhören
mag. In diesem Sinne existiert die Revolution jetzt, in der Leere; sie ist
und ist gleichzeitig nicht.
Vergesst die Interpretationen, die sich auf soziale Bedingungen be-
rufen. Was wir mit unseren Augen sehen, ist ein visueller Effekt. Ver-
suche, diesen Effekt zu definieren oder zu rationalisieren sind willkür-
lich, reaktionär und widerlegen sich letztendlich selbst. Dadurch, dass
wir uns vom Auge belügen lassen, werden wir zu Sklaven einer Logik,
die für und von gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Überherren
geschaffen wurde. Staatlich kontrollierte Erziehung, ob nun privat
oder öffentlich, bereitet auf die Versklavung vor, sie ist einseitig und
eingleisig, die absolute Antithese von allem, was wir instinktiv wissen.
Indem wir die Angst ablegen, die das Durchbrechen dieses instinktiven
Wissens behindert, werden wir erkennen, dass alles, was wir brauchen,
bereits in uns vorhanden ist: Die moralische Grundlage unseres Seins.
Ohne das sind wir nichts.
Man muss doch wohl keine Gründe für die Ermordung eines SS-
Offiziers suchen? Es hätte ein Gebot sein sollen; und wenn es das so ge-
geben hätte, wäre Europa die Tyrannei des Nazismus erspart geblieben.
Die Nürnberger Prozesse kamen zu spät. Dort wurde das menschliche
Gewissen verhandelt, und das menschliche Gewissen wurde für schul-
dig befunden, denn das allein erhielt dem Henker den Arbeitsplatz.
Lasst euch nicht täuschen, es war nie die Aufgabe des Henkers,
soziale Gerechtigkeit zu sichern, sondern durch Angst jene soziale
Konditionierung zu erhalten, die ihm Arbeit gab. Paradoxe schneiden
einem noch immer besser die Luft ab, als eine Schlinge um den Hals.
Als man die Nazi-Tyrannen Ribbentrop, Keitel, Kaltenbrunner dem
Henker übergab, wurde den meisten Leuten klar, dass ihr mangeln-
des moralisches Gewissen das Geschehene möglich genacht hatte und
dass auch sie noch hätten an die Reihe kommen sollen.
So wie der Vatikan die Flucht der Nazis unterstützt und die ameri-
kanische und britische Regierung ein Auge zugedrückt hatten, als Nazis
Asyl beantragten, so ist auch die Seele all derer befleckt, die nicht aktiv
Widerstand leisteten. Mit diesem schrecklichen Kompromiss hat man
sich nie auseinandergesetzt. Bis das geschieht, was für eine Zukunft
hat unser stranguliertes Bewusstsein?
Die Vorkriegsbarone der deutschen Industrie, Krupp, Farben, mus-
sten ad nauseum nie Rechenschaft ablegen; noch heute dominieren
sie, was wir beschönigend die "westliche Marktwirtschaft" nennen.
Das "heimliche Programm", das auf SS-Informationen beruht, die
im Austausch gegen Amnesie herausgegeben wurden, erhebt sein häss-
liches Haupt, vor allem in Form des Schicksals von Bosnien, aus den
Machenschaften der CIA.
Das amerikanische Weltraumprogramm machte einen Satz nach
vorne durch Wissen, das Nazi-Wissenschaftler geliefert hatten, unter
ihnen Wernher von Braun, der Häftlinge aus Konzentrationslagern für
seine tödlichen Experimente mit Zentrifugalkräften missbraucht hatte,
und damit die Entwicklung des ersten bemannten Raumflugs gefördert
hatte.
Ein kleiner Schritt für mich, ein großer Sprung (über die Leichen
von Millionen Juden) für die Menschheit.

Während der Staat tötet, foltert, raubt und lügt, müssen wir wirklich
über richtige und falsche Reaktionen darauf diskutieren? Es sollte uns
doch auffallen, dass die moralischen Befindlichkeiten, mit denen wir
diese Debatte führen, auf staatlicher Indoktrination beruhen. Wie
können wir darauf hoffen, uns jemals befreien zu können, wenn wir so
weitermachen?
Manchmal müssen Denkmäler fallen, und wenn wir merken, dass
einige davon aus Fleisch und Blut bestehen, jedoch so unbewegbar wie
Stein sind, sollten sie dann nicht auch fallen?
So wie die meisten Leute bedauern, dass Stauffenbergs Bombe
Hitler nicht tötete, tut es mir trotz meiner ambivalenten Einstellung
zur IRA Leid, dass die Bombe von Brighton nicht Margaret Thatcher,
Norman Tebbit und den Rest der NeuREICHen ausgelöscht hat. Empö-
rung? Nein, nur ein weiterer Hauch der Geschichte, ein bloßer Punkt
in der Zeit, so folgenlos wie der Tod Cäsars, ein gerechter Tod für die
Despoten dieses Planeten. Wie viele namenlose Seelen haben sie in den
Tod geschickt? Inter-ethischer Völkermord ist zur täglichen Norm ge-
worden, die passiv zusammen mit Toast, Marmelade und, wenn ihr
Manns genug seid, Müsli verdaut wird. Entweder sind wir alle das Glei-
che wert oder alle gleich unwichtig.
PENNY RIMBAUD

Von allen Kunstbewegungen, die sich bereits vor CRASS bemüht ha-
ben, die Grundsätze der uns aufgezwungenen Realität zu unterwan-
dern, kamen die Dadaisten ihrem Ziel am nächsten. Nackt und stolz
haben sie sich auf die Kristallleuchter der Bourgeoisie geschwungen
und dem "guten Geschmack" ins Gesicht gepisst. Sie haben die distin-
guierte Moral auf den Müll geworfen und jenen Krieg, der angeblich
alle Kriege beenden sollte und es dann doch nicht tat, auf ihre Weise
einen Sinn gegeben: Der Horror der Gräben, der Gestank des Senfgases,
der Stoß der Bajonette sind durch Marcel Duchamps "Pissoir" besser
erklärt worden als durch all die patriotisch-selbstgerechten Geschichts-
bücher. Die Dadaisten bewiesen die geistige Gesundheit des Wahn-
sinns. Gott war tot, Nietzsche auch - woran also sollte man sich noch
orientieren, wenn nicht an der Hitze des Bewusstseins und an dem
Potential, das in einem Selbst steckte? Die Nazis hätten womöglich nie
eine Chance gehabt, wenn die Gesellschaft die Lektion des Dadaismus
gelernt und verinnerlicht hätte. Aber sie wurde nicht gelernt, nicht
einmal beachtet. Der Wahnsinn des Krieges, die gesellschaftliche Un-
gleichheit und die seelische Selbstgefälligkeit wurden nie in Frage ge-
stellt. Die Bourgeoisie etablierte nach dem Ersten Weltkrieg lieber
wieder eine neue illusorische Ordnung, anstatt nach dem Ursprung
ihres Leidens zu forschen. Ein weiterer Krieg, noch schlimmer als der
vorige, war somit garantiert. Nietzsche wurde (sicherheitshalber) mit
einem Knebel im Mund beerdigt und Dada von den neuen Stimmen
der Psychologie geplündert, die sich den Interessen ihrer militärisch-
industriellen Herren unterordneten und alles daransetzten, die feurigen
Pfeile einer Revolte abzustumpfen. Mit anderen Worten: Alles ging sei-
nen gehabten Gang. Heute hängen die Dadaisten in den Museen wie
Jesusfiguren vor den Kirchen, sind ein Anlagewert wie die Rolex oder
die Treter von Nike geworden. Nietzsche wurde derweil in die kusche-
lige postmoderne Sicht der Dinge integriert: Gott ist tot, lang lebe Gott!
PENNY RIMBAUD

Wo aber liegt übehaupt so etwas wie Substanz? Von existentiellen Fragen
einmal abgesehen, bedeutet Substanz im Grunde nichts weiter als Schicksal,
ist ein Rezept der Versklavung, ein selbst auferlegtes Märtyrertum, um uns
als Götzen des Materialismus zu unterjochen.
Penny Rimbaud

Die schlimmste Form der Dummheit besteht darin, Dinge zu verdrängen.
Aber Verdrängung wurde zum Schlüsselwort, als die Menschen anfingen, sich
in einen völlig unreflektierten Materialismus zu flüchten. Das Zeitalter des
Konsumdenkens hatte begonnen. Wenn man keinen inneren Frieden finden
konnte, dann konnte man doch zumindest einen Cadillac haben. Wenn das
Leben seinen Sinn verloren hatte, könnte ja vielleicht eine Luxuswaschma-
schine Abhilfe schaffen. Das Streben nach Besitz meins, meins, meins -
hatte Hochkonjunktur, genauso wie das Streben nach einer Sicherheit, die es
in Wahrheit nicht gab. Kaufen, kaufen, kaufen. Haben. Behalten. Absichern.
Das Fernsehen hatte Besitz von uns ergriffen - was ist die reale Welt? Diese
hier? Oder jene? Geistloser Schwachsinn für die Armen im Geiste. Kauf dies,
kauf das. Wer kennt sich da noch aus? Die grausamen Tatsachen eines Lebens
in der nuklearen Welt, begraben unter einem Haufen Schrott.
Penny Rimbaud  - Last Of The Hippies

Was gut wäre?

Gegenseitige Hilfe...Selbstverwaltete Basisdemokratie in allen Betrieben, Gemeinden und Stadtteilen wo die Menschen dann selbst darüber Abstimmen könnten wieviel sie Arbeiten wollen, was sie Herstellen wollen, wie sie selbstbestimmt Leben wollen...???...Wie sie Wohnen wollen? - Was für Lebensbedingungen und Lebensmöglichkeiten wirklich wichtig sind? - Freundschaften, Liebe, Gemeinschaft, Menschenwürde, Mitmenschlichkeit, Fremdenfreundlichkeit, Geselligkeit nicht nur vorm Laptop, Empathie. - Wirkliche Vielfalt...(Nicht nur diese oberflächlichen Äußerlichkeiten & individuelle Konsumvielfalt, die nur Konformismus ist!) - Bewußter Leben! - Kreativität! - Selbstbewußtsein stärken! Potentialentfaltung. - Permakultur & Selber Anbauen! - Mit Freunden feiern! - Frieden...Harmonie...Anarchie...Libertärer Kommunalismus...Selbstorganisation ....Nachhaltiges Wirtschaften und so weiter! G.F.

"Vielleicht wart ihr hart, aber verliert nicht eure Zärtlichkeit.
Vielleicht müßt ihr die Blumen abschneiden, aber das wird
den Frühling nicht aufhalten." (Che Guevara)